Gelingt den Grasshoppern eine Überraschung?
Die Grasshoppers lechzen nach internationalem Ansehen und Millionen-Einnahmen in der Champions League. GC-Meistertrainer Hans-Peter Zaugg ist sich aber bewusst, dass "nur zwei Riesenspiele" in die Königsklasse und zu Millionen führen.
Im Qualifikations-Hinspiel der dritten Runde am Mittwoch (08.08.) im Estadio das Antas in Porto werden die Grasshoppers auf Schadens-Begrenzung ausgehen müssen, um im Rückspiel in zwei Wochen im Hardturm eventuell eine Korrektur anzubringen. «Es wird schwierig, sehr schwierig», seufzt Trainer «Bidu» Zaugg.
GC ist gegen den 21-fachen portugiesischen Meister und Cupsieger FC Porto krasser Aussenseiter. «Porto stellt ein international erfahrenes Team mit technisch starken Spielern», sagt Zaugg. «Mir imponiert die Ballzirkulation in hohem Rhythmus und das Kollektiv-Verhalten. Jeder Spieler arbeitet auch defensiv und geht bei Ballverlust sofort in seine Position zurück.»
Ohne Chapuisat
Die Grasshoppers flogen am Dienstagmittag ersatzgeschwächt in die zweitgrösste Stadt Portugals. Neben Denicolà und Cabanas, die beide nach Kreuzband-Rissen seit längerer Zeit fehlen, lässt auch bei Stéphane Chapuisat seine alte Verletzung (Kapselriss im linken Fuss) in Porto einen Einsatz nicht zu.
«Dennoch haben wir eine Chance», bemerkt Zaugg. «Unsere Formkurve steigt. Der Aufwärtstrend fand beim 6:1 gegen St. Gallen seine erste Bestätigung. Unser Offensiv-Potenzial ist auch ohne Chapuisat beachtlich. Wir sind mit den beiden Uruguayanern Nuñez und Morales unberechenbarer geworden».
Und welches Ergebnis erhofft sich der Trainer? «Mein Wunsch wäre ein 1:1 oder eine knappe Niederlage mit einem Tor Differenz.»
Tiefes Durchschnittsalter der GC-Abwehr
Achillesferse des 26-fachen Schweizer Meisters könnte die junge, unerfahrene Abwehr sein. Torhüter Peter Jehle und Verteidiger Roland Schwegler sind erst 19-jährig, Berner 24, Castillo und Smiljanic je 25-jährig. Ob sie Portos Tormaschinerie (73 Tore in 34 Spielen der letzten Meisterschaft) bremsen können?
Ob die ausgesetzte Champions-League-Prämie in der Höhe von 30’000 Franken die GC-Spieler zu Sonder-Efforts antreibt? Am Willen dürfte es nicht fehlen.
swissinfo und Peter Wyrsch, (sda)
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