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Hingis im Halbfinal

Hingis im Roland Garros-Stadion in Paris. Keystone

Die Tennis-Weltranglisten-Erste Martina Hingis steht beim French-Open in Paris im Halbfinal. Die Schweizerin gewann 6:1, 6:4 gegen Francesca Schiavone/Italien.

Für Martina Hingis beginnt beim French Open die heisse Phase. Durch ein 6:1, 6:4 gegen die Italienerin Francesca Schiavone (WTA 51) erreichte die Ostschweizerin zum fünften Mal hintereinander die Halbfinals des einzigen grossen Turniers, das ihr noch fehlt. Am Donnerstag trifft sie in der Reprise des Melbourne-Finals auf Jennifer Capriati, die Serena Williams in drei Sätzen eliminierte.

Hingis fiel die 17. Halbfinal-Qualifikation bei einem der vier grossen Turniere nicht allzu schwer. Gegen die 20-jährige Grundlinienspezialistin mit dem enormen Laufvermögen diktierte sie die 68-minütige Auseinandersetzung bis auf wenige Ausnahmen mit variantenreichem Tennis. Nur im zweiten Satz manifestierte sich kurzzeitig ein altbekanntes Übel. Zu siegesgewiss, liess sie nach und die Mailänderin ins Spiel kommen. Nach dem Serviceverlust zum 4:4 gab Hingis dann aber nur noch einen Punkt ab. «Sie konnte mir mit ihrem Spiel nicht weh tun. Dann wurde ich etwas nachlässig und sie spielte besser», analysierte Hingis den ruhigen Arbeitstag.

Die erste Turnierphase ist für Hingis, die in den letzten acht Majors nie mehr triumphiert hat, unter dem Motto «Business as usual» zu Ende gegangen. Die Ostschweizerin hat bislang nur 22 Games abgegeben, am meisten — neun — im Achtelfinal gegen Sandrine Testud, wo sie den Umweg über den dritten Satz nehmen musste. Dass sie noch keinen echten Test hinter sich hat, wertet sie nicht als Nachteil: «Das ist okay. Es muss ja nicht jedesmal so sein, dass ich in der Schlussphase eines Turniers so müde bin wie in Melbourne.»

Am anderen Ende der Welt hatte Hingis damals ein wahres Mammutprogramm absolviert. Innert 24 Stunden bezwang sie erstmals im selben Turnier die Williams-Schwestern und bestritt vor dem Showdown gegen Capriati auch noch zwei Doppel. Diesmal hat sich der Verzicht auf die Teamkonkurrenz schon ausgezahlt. «Ich fühlte mich gegen Ende des Turniers noch nie so gut wie jetzt. Es war sicher die richtige Entscheidung», sagte Hingis nach ihrem fünften Einzug in den Paris-Halbfinal. Hingis wirkt rundum zufrieden, wozu auch die erneut erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mutter Melanie Molitor und Mario Widmer beiträgt: «Sie werden auch in Wimbledon dabei sein», lässt Hingis keine Zweifel offen.

Obwohl sie gegen Capriati nach fünf vorherigen Siegen in diesem Jahr in Melbourne und Charleston nur 17 von 45 Games gewinnen konnte, erscheint die Partie offen. Capriati setzte sich gegen Serena Williams nach einer höchst mittelmässigen Partie mit 107 direkten Fehlern (Capriati:42, Williams:65) bei 181 gespielten Punkten durch. Im zweiten Satz vergab sie einen Matchball mit einem von insgesamt zehn Doppelfehlern. Sie ist vor Hingis gewarnt: «Martina will hier unbedingt gewinnen. Aber wenn ich mein Spiel machen kann, bin ich zuversichtlich.»

swissinfo und Agenturen

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