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Hoffnung auf ein Fussball-Wunder

Alan Smith von Leeds United (links) schoss das zweite Tor im Spiel gegen die Grasshoppers am vergangenen 22. November. Keystone Archive

Hertha Berlin ist Favorit im UEFA-Cup-Rückspiel gegen Servette. Auch die Aussicht der Grasshoppers auf ein Erreichen der Achtelfinals ist nicht rosig.

Alles spricht für Hertha. Seit zehn Pflichtspielen sind die Berliner ungeschlagen. «Wir wollen dieses Spiel am Donnerstag gewinnen und auch im UEFA-Cup überwintern», erklärte Hertha-Trainer Jörgen Röber. «In Genf haben wir Servette wenig zugelassen. Jetzt werden wir druckvoller nach vorne marschieren und schauen, wie stabil die Genfer Abwehr wirklich ist.»

Schiesst Servette in Berlin Tor(e) und schafft den Exploit, erreicht es zum 9. Mal in seiner Klubgeschichte die Achtelfinals im Europacup. Zuletzt war dies vor 15 Jahren im Meistercup der Fall, als man schliesslich in Aberdeen scheiterte.

Auch Cupsieger Servette weiss sich in Form. Die Genfer bestätigten sich als beste Schweizer Auswärts-Mannschaft (5 Siege, 4 Remis in 11 Spielen), gewannen seit dem torlosen Heim-Remis gegen Hertha bei YB in Bern 1:0 und entführten auch aus St. Gallen (2:2) einen Punkt.

In St. Gallen fehlten Servette die Leistungsträger Alex Frei und Wilson Oruma. Beide konnten wegen Verletzungen nicht spielen. Jetzt werden sie am Donnerstag um 18 Uhr im Olympiastadion aber einlaufen können, doch Oruma, der bisher sämtliche drei Tore für die Genfer im UEFA-Cup geschossen hat, konnte in den letzten zwei Wochen kaum trainieren.

Nicht nach Berlin flog Verteidiger Miéville (Addukktoren-Probleme) und weiter indisponibel sind die langzeitverletzten Thurre, Comisetti und Bratic; dazu sind Robert und Skoro nicht spielberechtigt.

Gelingt Servette ein Tor, muss Hertha das Rückspiel gewinnen. Doch daran zweifelt in Berlin keiner.

Leeds United – Grasshoppers

Nach dem 1:2 gegen Leeds United im UEFA-Cup-Hinspiel vor zwei Wochen im heimischen Hardturm-Stadion ist die Chance der Grasshoppers auf ein Erreichen der Achtelfinals am Donnerstagabend eher klein.

Wer die Spieler des Schweizer Meisters allerdings auf der Anreise nach England miterlebte, der entdeckte eine allgegenwärtige Hoffnung auf ein Fussball-Wunder. Noch unvergessen war das Hinspiel, welches mit einigem Wettkampf-Glück auch 2:0 oder 3:0 für die Zürcher hätte ausgehen können.

Erst nach der verschossenen Penalty-Möglichkeit durch Richard Nunez (68.) hatte das Blatt gedreht, GC geriet in Schieflage. Seither verloren die Zürcher kein Spiel mehr und glänzten am Sonntag in Basel (5:4) mit einer Superpartie, die erst den Glauben an ein Wunder auch in Leeds zu wecken vermochte.

«Wenn wir defensiv solider spielen als in Basel und vorne gleich gefährlich kontern, dann haben wir auch hier eine Chance», sagt Trainer Hans-Peter Zaugg. «Wir dürfen einfach nicht schon früh in Rückstand geraten und müssen selber unbedingt zwei Tore erzielen. Wenn wir nur ein Gegentor erhalten, ist das nicht so schlimm, denn wir müssen ja auf alle Fälle zwei Treffer schiessen.»

Zaugg setzt in Leeds mit einer erzwungenen Ausnahme auf die gleiche Formation wie in Basel. Christoph Spycher ist krank und musste noch am Mittwoch-Vormittag dauernd erbrechen.

Keine Diskussion gibt es trotz der vier Gegentore im St.-Jakob-Park auf der Goalie-Position. Peter Jehle ist gesetzt, da Stefan Huber am Donnerstag am seit langem havarierten Fuss operiert wird.

swissinfo und Agenturen

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