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Kuoni: Aufsichtsbehörde hat gegen Affolter entschieden

Hinter den Kulissen wird nun über die Abgangs-Entschädigung für Affolter gefeilscht. Keystone Archive

Der Machtkampf bei Kuoni ist möglicherweise beendet: Die Aufsichtsbehörde stellt sich auf die Seite des Verwaltungsrats - damit wird der in Ungnade gefallene VR-Präsident Affolter spätestens an der ausserordentlichen Generalversammlung wohl gehen müssen.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung im Juli sollte es zu einer Entscheidung kommen: Da ist einerseits die Mehrheit des Verwaltungsrates, die Daniel Affolter zur Abwahl vorschlägt. Andererseits steht die Aktionärin Kuoni-Hugentobler-Stiftung (in der Affolter bis vor kurzem im Stiftungsrat sass) klar hinter dem unliebsamen Präsidenten.

Bereits für die ordentliche Kuoni-Generalversammlung am 15. Mai hatte die Aufsichtsbehörde die Stimm-Freiheit der Stiftung eingeschränkt. Nun berichtet die «SonntagsZeitung» (27.05.), dass dies auch für die entscheidende Generalversammlung im Juli gelte. «Die Stiftung muss im Sinne des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung stimmen», zitiert das Blatt Bruno Lang, Vorsteher des zuständigen Zürcher Amts für Gemeinden und berufliche Vorsorge. Damit habe die Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich bei der ersten Einigungsverhandlung letzten Mittwoch den Ausgang des Machtkampfs beim grössten Schweizer Reise-Unternehmen diktiert.

Die Anwälte seien grundsätzlich zu einem Deal bereit. Gefeilscht werde, gemäss Informationen der Zeitung, nun um die Höhe der Abgangs-Entschädigung für Affolter. Die Stiftungsaufsicht wolle nicht zulassen, dass diese mit erheblichen Mitteln der Stiftung bezahlt werde. Wie hoch schliesslich die Abgangs-Entschädigung sein wird, darüber wird zurzeit verhandelt. Die Rede ist von einer bis zehn Mio. Franken.

Gesucht wird gemäss «SonntagsZeitung» auch ein neuer Stiftungsrat für die Kuoni-Hugentobler-Stiftung. Im Gespräch dafür sei unter anderen Crossair-Verwaltungsrats-Präsident Moritz Suter.

swissinfo

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