Pro Helvetia: Kein radikaler Umbau
Nach zweijährigem Ringen hat die Kulturstiftung Pro Helvetia einen sanften Reformkurs beschlossen. Die neuen Strukturen für Stiftungsrat und Geschäftsstelle gelten ab 2002.
Die Entscheide des Stiftungsrates vom Donnerstag (10.05) betreffen unter anderem den Stiftungsrat selbst. Er wird von derzeit 30 Mitgliedern auf das gesetzliche Minimum von 25 Mitgliedern reduziert.
Nur noch über strategische Fragen beraten
Bestehen soll das Gremium einerseits aus dem Leitenden Ausschuss, der die Stiftung führt, und andererseits aus dem Expertenrat, der die Gesuche beurteilt. Der Rat wird allerdings nicht mehr über alle, sondern nur noch über jene rund 20 Prozent der Gesuche beraten, die auf Grund ihres Inhalts neue strategische Fragen aufwerfen.
Stellung des Direktors noch unklar
Wie die fünf Abteilungen heissen sollen, steht noch nicht fest. Unklar ist auch die Position des Direktors, der die Geschäftsstelle führt. Im Rahmen des Reform-Prozesses wurde immer wieder über eine Kompetenz-Erweiterung für diesen Posten diskutiert.
Ob die Reformen personelle Änderungen in der Geschäftsstelle mit sich bringen, ist noch nicht absehbar. Eine Aufstockung sei jedenfalls nicht geplant, sagte der stellvertretende Direktor François Wasserfallen.
Wasserfallen selbst wurde auf den 1. Juli 2001 zum Direktor ad interim ernannt. Er ersetzt den auf diesen Termin scheidenden Bernard Cathomas, der künftig als Direktor des rätoromanischen Radios und Fernsehens tätig sein wird.
swissinfo und Agenturen
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