The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Schweiz für Index über menschliche Sicherheit

Das "Netzwerk Menschliche Sicherheit" will Einzelne und Gruppen vor Gewalt schützen Keystone Archive

Die Schweiz unterstützt den Vorschlag, die weltweite menschliche Sicherheit in einem Index zu erfassen. Dies sagte Bundesrat Joseph Deiss am Freitag (11.05.) an einem Ministertreffen des "Netzwerks Menschliche Sicherheit" im jordanischen Petra.

Ziel des Netzwerks müsse bleiben, Einzelpersonen und Gruppen vor bewaffneten Konflikten, staatlicher Repression oder gewaltsamen Verbrechen zu schützen, sagte Deiss.

Der vorgeschlagene Index könne helfen, die Gründe von Unsicherheit in verschiedenen Ländern und Regionen aufzuzeigen. So könnten das Tätigkeitsfeld des Netzwerks abgesteckt und neue Gefahren für die menschliche Sicherheit frühzeitig erkannt werden.

Frieden und Entwicklung

Deiss zeigte sich überzeugt, dass menschliche Sicherheit und Entwicklung unentwirrbar miteinander verbunden seien. Wo Menschen unter ständiger Angst vor Gewalt lebten, werde die Entwicklung ernsthaft behindert.

Umgekehrt sei ein Versagen bei der Entwicklung – wie Armut, schlechte Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung sowie Mängel im Bildungsbereich – zweifellos ein Hauptauslöser von Konflikten und Gewalt.

Wie Sicherheit und Entwicklung genau zusammenhängen, solle aber noch weiter untersucht werden, forderte der Aussenminister. Er rief zur Förderung der Menschenrechte sowie zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und ihrer Vertreter (Polizei und Justiz) auf.

Vorschläge für Kindergipfel

Das Ministertreffen in Jordanien, bei dem vor allem auch die Situation der Kinder erörtert werden sollte, dauert noch bis Samstag. Die Ergebnisse sollen in die Vorbereitungen für den UNO- Weltkindergipfel vom September eingebracht werden.

Dem 1998 gegründeten informellen «Netzwerk Menschliche Sicherheit» gehören neben der Schweiz und Jordanien auch Österreich, Slowenien, Griechenland, die Niederlande, Norwegen, Irland, Kanada, Südafrika, Mali, Chile und Thailand an. Das letzte Ministertreffen hatte vor einem Jahr in Luzern stattgefunden.

Der Schweizer Aussenminister war am Donnerstag in Jordanien eingetroffen. Bei einem Treffen mit seinem jordanischen Amtskollegen Abdel-Elah Al-Khatib hatte er den ägyptisch- jordanischen Nahost-Friedensplan begrüsst und über humanitäre Folgen der UNO-Sanktionen gegen Irak gesprochen.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft