Teure Rettung der Schweizer Höhlengänger
Die Rettung der acht Schweizer Höhlengänger aus der Goumois-Höhle im französischen Jura hat gemäss bisherigen - noch immer unvollständigen - Rechnungen 1,23 Millionen Franc (rund 300'000 Franken) gekostet.
Nicht eingeschlossen seien in dem Betrag die der französischen Gendarmerie und dem Zivilschutz sowie der Schweiz entstandenen Kosten für Experten und Pumpgeräte, teilte die Präfektur des Departements Doubs am Samstag (26.05.) mit.
Die Aufteilung der Kosten zwischen Frankreich und der Schweiz ist noch nicht abschliessend geklärt. Ein schweizerisch-französisches Abkommen sieht jedoch vor, dass bei einem Rettungseinsatz im Grenzgebiet jedes Land seine eigenen Kosten trägt.
Buschor will Schweizer Finanzen sicherstellen
Der Präfekt der Region Doubs, Alain Géhin, hatte am Freitag in Goumois den Zürcher Erziehungsdirektor, Regierungsrat Ernst Buschor getroffen. Laut der Mitteilung der Präfektur will Buschor angesichts des aussergewöhnlichen Ereignisses alles unternehmen, um eine finanzielle Beteiligung der Schweiz an den Rettungsarbeiten sicherzustellen.
Die Studentengruppe der Zürcher Hochschule für Soziale Arbeit war am vergangenen Samstag nach drei Tagen aus der Höhle gerettet worden. Für die Rettung waren mehr als 200 Hilfskräfte im Einsatz.
Trotz ungünstiger Wettervorhersagen war die Gruppe in die Höhle hinabgestiegen. Durch den einsetzenden Regen wurde der Ausgang versperrt, und die Gruppe musste in einer trockenen Seitenhöhle ausharren.
swissinfo und Agenturen
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