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BRÜSSEL (awp international) - Nach dem Beschluss des EU-Gipfels zu Stresstests für europäische Atomkraftwerke gibt es in Brüssel erste Kritik. Der Generaldirektor der Verwaltung "Energie" in der EU-Kommission, Philip Lowe, machte am Dienstag in Brüssel bei einer Fachveranstaltung deutlich, politische Einflussnahme könne nicht ausgeschlossen werden.
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten am vergangenen Freitag beschlossen, vor dem Hintergrund des Atomunglücks in Japan erstmals die Sicherheit aller Kernkraftwerke in Europa zu testen.
Lowe sagte, ein Dutzend unabhängiger Nuklearregulierer der EU-Staaten, die für die Tests verantwortlich seien, könnten zwar ein Garant für politische Unabhängigkeit des Tests sein. "Das kann ich (aber) nicht versichern. Das ist ebenso schwierig wie bei den Banken."
Wegen der Finanzkrise waren im vergangenen Sommer grosse europäische Kreditinstitute auf den Prüfstand gestellt worden - riesige Milliardenlöcher bei den irischen Banken waren jedoch erst später aufgefallen.
Lowe machte deutlich, beim Gipfel seien "einige Regierungschefs" gegen eine stärkere Rolle der EU-Kommission bei den Tests gewesen. Es habe aber einen Konsens gegeben, "dass die Schlussfolgerungen transparent sein sollen, und dass wir über allgemeine Ergebnisse einen Bericht an den Rat (der Staats- und Regierungschefs) vorlegen sollen". Der Brite Lowe führt in der EU-Behörde die Verwaltung des Verantwortungsbereichs des deutschen Kommissars Günther Oettinger.
Bei der Atomenergie sind nach den Worten Lowes die Investitionskosten vergleichsweise hoch, die Betriebskosten aber vergleichsweise niedrig. "Nach unseren Stresstests könnte man sich vorstellen, dass die Kosten höher werden als vorgesehen." Auch bei den Nuklearabfällen könnte es Kostensteigerungen geben.
Die Teilnahme an den Stresstests ist zwar freiwillig, doch die Kommission ist nach früheren Angaben davon überzeugt, dass alle betroffenen Kraftwerke erfasst werden. Zum Jahresende wird die EU-Behörde erste nationale Ergebnisse veröffentlichen. In der EU gibt es 143 Atomreaktoren davon 17 in Deutschland./cb/DP/chs

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