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Fast alle Betroffenen in Mitholz haben Anschlusslösung gefunden

Keystone-SDA

Fast alle von der Räumung des Munitionsdepots in Mitholz betroffenen Personen haben unterdessen eine Lösung für ihre Zukunft gefunden. Insgesamt 56 Personen müssen ihr Zuhause verlassen. Lediglich für zwei Personen steht eine Lösung noch aus, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht.

(Keystone-SDA) Manche Betroffene sind bereits weggezogen. Ende März lebten noch 23 Personen im sogenannten Sicherheitsperimeter, also jener Zone, in der während der Räumung des vor Jahrzehnten im Felsinnern verschütteten Munitionslagers niemand mehr dauerhaft wohnen kann.

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unterstützt die Betroffenen bei der Lösungssuche. Auch Landwirtschaftsbetriebe müssen den Sicherheitsperimeter verlassen. Durch den Wegzug oder einen Standortwechsel innerhalb der Gemeinde werden Flächen frei, die von anderen Betrieben bewirtschaftet werden müssen.

Agrarflächen neu verteilt

Die Bewirtschaftung des Landwirtschaftslandes während der Räumung ist nicht ganz einfach. Je nach Bauarbeiten und Flächenbedarf für das Räumungsprojekt verändern sich die Landwirtschaftsflächen. Eine durchgehende Bewirtschaftung ist nicht möglich.

In Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Beratungsstelle Inforama und dem VBS haben die Landwirte eine Neuverteilung der Flächen vorgenommen, wie aus dem Sachstandsbericht des VBS hervorgeht. Die Verteilung der Flächen wird jährlich überprüft und dem Räumungsprojekt angepasst. Mit dieser Massnahme soll die Existenzgrundlage der Landwirtschaftsbetriebe vor Ort bestmöglich gesichert werden.

Mit dem Ende des Winters und dem Auftauen der Böden können die Räumungsarbeiten im Gelände vor dem ehemaligen Munitionsdepot wieder aufgenommen werden. Im Visier haben die Spezialistinnen und Spezialisten Munitionsobjekte ab einem Kaliber von 4,7 Zentimeter in einer Tiefe von bis zu 30 Zentimetern.

Unterdessen konnte auch ein Zugang zu einem bislang nicht erreichbaren Sackstollen im Berginnern gefunden werden. Auch dort werden, wie in den übrigen verschütteten Kavernen im Berginnern, Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Im Januar konnte eine erste Erkundung durchgeführt werden.

Bei Explosion verschüttet

Im Dezember 1947 war es im ehemaligen Munitionslager der Armee in einer Fluh bei Mitholz zu grossen Explosionen gekommen. Neun Menschen kamen ums Leben. Hunderte Tonnen Sprengstoff blieben in den Trümmern der Anlage zurück.

Von diesen Munitionsrückständen geht ein höheres Explosionsrisiko aus, als früher angenommen wurde. Für die Räumung des Munitionslagers bewilligten die eidgenössischen Räte im September 2023 einen Kredit von 2,59 Milliarden Franken.

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