ABB: Auftrag über 550 Mio. Franken aus Katar
Der Industriekonzern ABB baut im Auftrag der staatlichen Qatar General Electricity and Water Corporation das Stromnetz im Golfstaat Katar aus.
Dieser Grossauftrag folgt auf die bereits positiven Produktions- und Auftrags-Statistiken der Exportindustrie im laufenden Jahr.
Es handelt sich um den grössten Auftrag für Übertragungs- und Verteilstationen, der ABB je erteilt wurde.
Mit dem Projekt will die Qatar General Electricity and Water Corporation (Kahramaa) das Stromübertragungs-System ausbauen und damit das rasche Wachstum des Landes unterstützen.
Der Auftrag umfasst drei Unterstationen und ein Telekommunikationspaket für die Phase VII des Netzerweiterungs-Projekts von Katar.
Mit der landesweiten Initiative soll die Stromversorgung in den Wachstumsregionen verbessert werden, in denen der Strombedarf besonders gross ist. Der Auftrag wird im vierten Quartal 2006 gebucht.
Schnell wachsende Strommärkte im Golf
Die Unterstations-Technologie von ABB ermögliche eine beträchtliche Erweiterung der Stromübertragungs-Kapazitäten in Katar, womit auch eine zuverlässige Stromversorgung in der ganzen Region sichergestellt werde, sagt Bernhard Jucker, Leiter der Division Energietechnik-Produkte von ABB.
ABB wird die Unterstationen im ersten Halbjahr 2008 in Betrieb nehmen. Es ist der letzte in einer Reihe von Infrastruktur-Aufträgen für ABB aus der Region.
Im November 2005 erhielt ABB von Kahramaa einen Auftrag in Höhe von 170 Mio. Dollar für 12 Unterstationen und Stromkabel von Katars Netzerweiterungs-Projekt sowie einen Auftrag im Wert von 220 Mio. Dollar für das Gulf-Grid-Projekt, das die Verbindung der Stromnetze von sechs Golfstaaten, darunter auch Katar, vorsieht.
Schweizer Industrie mit hohem Wachstum
Dank Exportaufträgen ganz allgemein legt die Schweizer Industrie bisher schon das ganze Jahr kräftig zu: Die Produktion erhöhte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2%, der Umsatz um 9,1%.
Auch die Zukunft scheint angesichts der guten Auftragslage rosig. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 fielen die Produktionszahlen saisonbereinigt um 2,3% höher aus, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag bekanntgab.
Entscheidend für den starken Anstieg in der Produktion (+8,2%) seien das gute Abschneiden der Verbrauchs- und Investitionsgüterproduktion. Gerade die Elektro- und feinmechanische Industrie, der Fahrzeugbau und der Maschinenbau wiesen Wachstumsraten von über 10% aus.
Wesentlicher Beitrag der Exporte
Beim starken Umsatzwachstum (+9,1%) leisteten die Exporte einen wesentlichen Beitrag, stellten die Statistiker des BFS fest. Auch bei den Umsätzen präsentierten die Elektro- und feinmechanische Industrie, der Fahrzeugbau und die Metallindustrie die besten Zahlen.
Bei der Metallindustrie bestimmten vor allem Preissteigerungen diese Entwicklung. Rückläufige Umsatzzahlen notierten das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe.
Stetig bessere Auftragslage seit 3. Quartal 2004
Die Industrie verfügt zudem über gut gefüllte Auftragsbücher: Die Eingänge legten mit 10,1% erneut klar zu. Die stärksten Zuwachsraten wurden bei der lederverarbeitende Industrie beobachtet.
Werde das Baugewerbe mit eingerechnet, schrumpft das Plus auf 8,1%.
Die Auftragsbestände stiegen mit 7,4% klar an. Seit dem dritten Quartal 2004 verbesserte sich die Auftragslage somit stetig.
swissinfo und Agenturen
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat ABB Aufträge in der Höhe von 25,44 Mrd. Franken buchen können.
Der Umsatz erreichte 21,23 Milliarden.
Der Gewinn (EBIT) belief sich auf 2,23 Mrd. Franken.
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