CSFB entlässt jeden zehnten Banker
Die Investment-Banker der Credit Suisse First Boston (CSFB) haben Angst um ihren Job: Die Firma will einen Zehntel aller Stellen im Bereich Investment Banking in den USA streichen. Es ist die dritte Abbaurunde bei der CSFB innert einem Jahr.
Die CSFB bereite sich vor, 200 Investment-Banker zu entlassen. Betroffen sollen vor allem Stellen in den USA sein. Dies berichtete die Financial Times (FT) am Donnerstag (03.05.). Damit läutet die CSFB die dritte Abbau-Runde innerhalb des letzten Jahres ein.
Die CSFB, eine Tochter der Credit Suissse Group, beschäftigt weltweit 28’000 Angestellte, davon 2’500 Investment-Banker.
Nach der Übernahme der Bank Donaldson, Lufkin & Jenrette im letzten Jahr wurde bereits etwa ein Zehntel der gesamten Belegschaft entlassen, in diesem Jahr wurden weitere 300 Jobs, besonders im Bereich Administration, gestrichen. Die neueste Abbau-Runde soll vor allem Jobs in den USA betreffen.
Verlangsamter Markt als Sündenbock
Das Finanzblatt FT sieht die Gründe für den Kahlschlag im Ausbleiben lukrativer Börsengänge sowie einem Markt, wo sich Übernahmen und Fusionen verlangsamt haben. Alle Investment-Banken hätten Tausende von Jobs gestrichen, schreibt FT.
Die CSFB mochte am Freitag (04.05.) weder zum Stellen-Abbau noch zu dessen Hintergründen einen Kommentar abgeben.
Philippe Kropf und Agenturen
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