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Esst (Schweizer) Fleisch!

Weil es "glücklicher" sei - das Schweizerfleisch - ist es teurer, behauptet der Schweizer Bauernverband. Keystone

Die Schweizer sollen mehr einheimisches Fleisch essen. Zu diesem Zweck haben der Schweizerische Bauernverband (SBV) und der Schweizer Tierschutz (STS) am Montag (14.05.) in Bern die Sensibilisierungs-Kampagne "Herz statt Portemonnaie" lanciert. Qualität bei Nahrungsmitteln hätten ihren Preis.

Gegen eine Milliarde Franken werde in der Schweiz jährlich für den Kauf von ausländischem Fleisch ausgegeben, erklärte STS-Präsidentin Marianne Staub. Der Fleisch-Einkaufstourismus ins nahe Ausland schlage mit 400 Mio. Franken im Jahr zu Buche.

Es möge Menschen geben, die sich von Billigfleisch-Angeboten ködern liessen und darüber ihre Tierliebe vergässen. Diese seien aber nur vermeintlich billig, denn Billigprodukte hätten einen hohen Preis. In erster Linie werde dieser von den Tieren bezahlt, aber auch von den Steuerzahlern.

Eine artgerechte Nutztierhaltung sei nicht allein Sache der Bauern, sondern könne durch das Einkaufsverhalten beeinflusst werden. So könnten heute dank der steigenden Nachfrage nach Freilandeiern fast die Hälfte der rund 2,5 Millionen Legehühner in der Schweiz regelmässig ins Freie.

Mit Broschüren gegen das Ausland

Der Konsum-Anstieg beim Labelfleisch aus tierfreundlicher Haltung habe mehrere tausend Bauern ihre Ställe anpassen lassen. Mit der jetzt lancierten Aktionswoche «Herz statt Portemonnaie» werde deshalb um Verständnis geworben, dass Sicherheit und Qualität bei Nahrungsmitteln ihren Preis hätten.

Während der Kampagne «Herz statt Portemonnaie» soll mit Broschüren an die Landwirte und Haushalte sowie Aktionen an den Grenzübergängen in Genf und Kreuzlingen auf die Anliegen der Tierschützer und Bauern aufmerksam gemacht werden.

swissinfo und Agenturen

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