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Machtkampf um Kuoni: Stimmrecht der Stiftung eingeschränkt

Niederlage für die Stiftungsräte: Kuoni-Verwaltungsrats-Präsident Daniel Affolter, links, und Alfred Kuoni. Keystone

Die Kuoni und Hugentobler-Stiftung muss an der Kuoni-Generalversammlung entweder im Sinne des Verwaltungsrats stimmen oder sich der Stimme enthalten. Das entschied die Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich.

Wie das Amt für berufliche Vorsorge und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich am Freitag (11.05.) mitteilte, sei die Stiftung angehalten worden, an der Generalversammlung der Kuoni Holding vom kommenden 15. Mai ihr Stimmrecht im Sinne der Anträge des Verwaltungsrates auszuüben oder sich der Stimme zu enthalten.

Die vorsorgliche Massnahme dränge sich auf, weil dringend die Frage gestellt werden müsse, ob das Geschäftsgebaren des Stiftungsrates – insbesondere mit den Bonuszahlungen – der Stiftung wie auch dem Unternehmen Schaden zufüge.

Stiftungszweck gefährdet

Für die vorsorgliche Massnahme spreche auch, dass eine Austragung schwerwiegender Kontroversen zwischen der Stiftung und dem Verwaltungsrat an der Generalversammlung zu einer wesentlichen Schädigung des Unternehmens führen müsste.

Entscheidender Gesichtspunkt dabei sei die Zweckerfüllung der Stiftung. Gemäss Statuten ist der Stiftungszweck der Kuoni und Hugentobler-Stiftung die «dauernde Aufrechterhaltung des bisherigen Gesellschaftszwecks von Kuoni auf solider Grundlage».

Der Verfügung des Amtes ist die aufschiebende Wirkung entzogen. Rekursinstanz ist die Justizdirektion des Kantons Zürich.

Suspendierung des Stiftungsrats

Die Aufsichtsbehörde prüfe zudem die provisorische Suspendierung des gesamten Stiftungsrates. Ihm gehören Daniel Affolter, dessen Gattin Heidi Affolter, Alfred Kuoni, Kaspar Baumann und Kurt Schmid an.

Die Verwaltungsrats-Mehrheit und die Konzernleitung von Kuoni hatten am vergangenen Montag mit einer Aufsichtsbeschwerde die Absetzung aller fünf Stiftungsräte der Kuoni und Hugentobler-Stiftung gerfordert. Grund sind die nach Ansicht der Kläger «unrechtmässige und unmoralische» Zahlungen von rund 12 Mio. Franken an die Stiftungsräte.

swissinfo und Agenturen

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