Neuer Index für Stellenanzeigen im Internet
Wer Informationen über offene Stellen in der Schweiz sucht, darf das Internet nicht vernachlässigen. Denn immer mehr Personal wird übers Internet rekrutiert. Ein neuer Index für Stellenanzeigen im Internet soll nun die herkömmlichen Stellenindices ergänzen.
Das Internet habe sich noch kaum irgendwo so durchgesetzt wie in der Personalsuche, teilte die Initiantin «Jobpilot Switzerland» am Freitag (23.06.) mit. 70 Prozent der Studenten würden das Internet zur Jobsuche nutzen, bei Credit Suisse kämen 50 Prozent der Bewerbungen von Hochschulabsolventen übers Netz und bei Swisscom je nach Kategorie bis zu 60 Prozent.
Der Index, der von der Fachhochschule Solothurn-Nordwestschweiz konzipiert und realisiert wird, berücksichtigt die zehn wichtigsten Internet-Stellenbörsen sowie die Homepages der zehn grössten Unternehmen in der Schweiz. Der Index wird viermal pro Jahr erhoben und jeweils im Februar, Mai, August und November publiziert.
Die erste Erhebung wurde im Januar 2001 durchgeführt. Der Gesamtindex stieg nach der zweiten Erhebung im April auf 105 Punkte. Diese Zunahme widerspreche der Entwicklung des Manpower-Stellenindexes und der Inserate-Statistik der Schweiz. Bei diesen traditionellen Arbeitsmarkt-Frühindikatoren sind die Stellenanzeigen bereits seit November 2000 rückläufig.
Aussagekräftiger sei die Entwicklung in den einzelnen Berufsgruppen. So liege die starke Abnahme der Stellenanzeigen bei der Berufsgruppe Marketing, Werbung und PR, wo der Jobpilot-Index von 100 auf 77 Punkte sank, im Trend. Die Unternehmen würden Marketing-Aufwände reduzieren und sich auf direkt umsatzorientierte Bereiche wie Verkauf und Kundenberatung konzentrieren.
Die grösste Zunahme wies der Bereich Finanz- und Rechnungswesen (plus 19 Punkte) aus. Als Gründe werden die Umstellungen auf neue Rechnungslegungs-Standards und erhöhte Anforderungen an die Transparenz der Rechnungen genannt.
swissinfo und Agenturen
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