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OECD kritisiert Finanz- und Wettbewerbspolitik der Schweiz

Keystone

Die Schweizer Wirtschaft wird nach der Prognose der OECD in diesem und im nächsten Jahr rund zwei Prozent wachsen. Die Pariser Experten mahnten zugleich zu weiteren Anstrengungen in der Finanz- und Wettbewerbspolitik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) korrigiert in ihrem am Donnerstag (03.05.) veröffentlichten Halbjahresausblick das für die Schweiz prognostizierte Wachstum nach unten. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) wird nach Voraussage der OECD dieses Jahr lediglich um 2,1 Prozent wachsen. Im letzten Ausblick vom vergangenen November hatte die Institution noch 2,4 Prozent Wachstum erwartet. Für 2002 halten die Pariser Konjunktur-Experten an 2,0 Prozent Wachstum fest. Die Schweizer Wirtschaft werde sich damit in einem Tempo entwickeln, das nahe am Potenzial liege, heisst es in dem Bericht.

Zurückgenommen wurden auch die Inflationsprognosen: Im laufenden Jahr rechnet die OECD noch mit einer mittleren Jahresteuerung von 1,0 Prozent, nächstes Jahr mit 1,2 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sollte in beiden Jahren bei einer Quote von 1,9 Prozent liegen.

Eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hält die OECD nicht für nötig. Leise Kritik meldet sie aber zur Finanz- und Wettbewerbspolitik an. Angesichts des Überschusses in der Staatsrechnung im vergangenen Jahr scheine der für dieses Jahr geplante Budgetausgleich wenig ehrgeizig. Die Disziplin in der Finanz- und Steuerpolitik sollte nicht gelockert werden; Priorität müsse der Schuldenabbau haben, raten die Pariser Experten. Zur Stärkung des Wettbewerbs auf den Produkte-Märkten seien entschiedenere Anstrengungen nötig.

swissinfo und Agenturen

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