SBB Cargo: Verhandlungen ohne Ergebnis
Die Verhandlungen zwischen der SBB-Spitze und den streikenden Arbeiter der Industriewerke von Bellinzona werden am Ostermontag an einem geheimen Ort fortgesetzt. Resultate liegen bislang keine vor.
SBB-Chef Andreas Meyer sprach nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde, die am Karfreitag bis 23 Uhr dauerte, dennoch von einem «Schritt nach vorn», wie SBB-Sprecher Danny Härry am Samstag bestätigte. Es seien einige Schritte gemacht worden, hiess es auch seitens des Streikkomitees, die Schritte seien aber noch ungenügend.
Die Tessiner Regierungspräsidentin Patrizia Pesenti (SP), die zusammen mit Umweltdirektor Marco Borradori (Lega) an den Gesprächen teilnimmt, hatte am Freitagabend im Schweizer Fernsehen SF erklärt, die beiden Parteien seien noch weit von einer Lösung entfernt. Die Tessiner Regierung plädiert deshalb für einen Mediator.
Auf der Suche nach Mediator
In mehreren Medien wurde darüber spekuliert, ob Marco Solari, Tessiner Tourismus-Präsident und Präsident des Filmfestivals von Locarno, die Rolle eines Mediators übernehmen könnte. Solari wollte auf Anfrage dazu keine Stellung nehmen.
Die elfstündigen Verhandlungen vom Karfreitag fanden hinter verschlossenen Türen im Kloster Bigorio im Hinterland von Lugano statt. Die Verhandlungsparteien hatten über Rahmen und Inhalte der Gespräche Stillschweigen beschlossen. Das gilt auch für die Gespräche vom Ostermontag. Der SBB-Sprecher wollte zum Ort keine Angaben machen.
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