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Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie setzt auf den Euro

Für die grösste Schweizer Exportbranche überwiegen die Vorteile bei der Einführung des Euro die Nachteile. Dies ergab eine Umfrage des Branchendachverbandes Swissmem bei über 270 Mitgliedfirmen - sechs Monate nach Einführung des Euro.

Für die grösste Schweizer Exportbranche überwiegen die Vorteile bei der Einführung des Euro die Nachteile. Dies ergab eine Umfrage des Branchendachverbandes Swissmem bei über 270 Mitgliedfirmen – sechs Monate nach Einführung des Euro.

Die Umfrage ergab, dass der Euro für die sogenannte MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Seit der Einführung des Euro als Buchgeldwährung am 1. Januar 1999 hat sich der Anteil der in der europäischen Einheitswährung abgewickelten Geschäfte laufend erhöht.

34 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sich der Euro-Anteil an ihren Fakturierungen im ersten Semester 1999 laufend vergrössert hat. Mittelfristig gehen gar 82 Prozent der befragten Firmen davon aus, dass sich der Euro-Anteil der Fakturierungen vergrössern wird. Von den bis Mitte Jahr erzielten Umsätzen wurden gemäss Umfrage 12 Prozent in Euro, 68 Prozent in Schweizerfranken und 20 Prozent in Drittwährungen fakturiert.

Unter dem Strich beurteilen die befragten Swissmem-Firmen die Erfahrungen nach sechs Monaten Euro als positiv. 60 Prozent der Unternehmen schätzen die kurzfristigen Vorteile höher ein als die Nachteile. Gar für 80 Prozent der Firmen überwiegen die Vorteile in der mittel- und langfristigen Perspektive. Befragt nach dem grössten Handlungsbedarf im Zusammenhang mit der Einführung des Euro setzten die befragten Firmen die Bereiche Beschaffungsmanagement und Lieferanten, Absatzpreise und Marketing sowie Zahlungsverkehr und Bankkonti an der Spitze.

Bezüglich Umgang mit dem Euro-Währungsrisiko zeichneten sich in der Umfrage zwei klare Stossrichtungen ab. 59 Prozent der Swissmem-Firmen werden vermehrt Vorleistungen aus dem Euro-Raum beziehen und 43 Prozent werden das Währungsrisiko ihren inländischen Zulieferern weitergeben oder tun dies bereits heute. Beide Entwicklungen dokumentieren nach Einschätzung des Branchendachverbandes Swissmem, dass auch der Druck auf die Schweizer Zulieferer, den Euro als Geschäftswährung einzuführen, stetig steigt.

Kein Thema ist für die Schweizer MEM-Firmen die Auszahlung von Löhnen in Euro: nur 4 Prozent ziehen diese Möglichkeit im Moment in Betracht.

SRI und Agenturen

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