Sport-Marketing: ISMM am Ende
Der Sportvermarkter International Sports Media & Marketing (ISMM) ist endgültig am Ende. Nur eine Übernahme durch die Canal+ hätte die Zuger Firma noch retten können, doch am Donnerstagabend (17.05.) zog sich Canal+ zurück.
Anfang April hatte sich ISMM gezwungen gesehen, dem Konkursrichter ihre Überschuldung zu melden. Das Gericht hatte der Firma eine Frist bis Ende Mai gewährt, um einer geplanten Übernahme durch Canal+, einer Tochterfirma des Medien-Giganten Vivendi, zuzustimmen. Doch Canal+ hatte plötzlich kein Interesse mehr daran, wie ISMM am Donnerstagabend in einem Communiqué bekannt gab. Die Bedingungen für eine Übernahme der ISMM hätten nicht gestimmt, liess Canal+ verlauten.
Das Zuger Kantonsgericht ordnete daraufhin die Eröffnung des Konkursverfahrens über IMSS an.
FIFA steigt auch aus
FIFA-Sprecher Andreas Herren sagte auf Anfrage der Nachrichtenagenturen, FIFA-Präsident Sepp Blatter sei am Nachmittag von Vivendi orientiert worden, dass die Übernahme nicht zu Stande komme. Die FIFA habe daraufhin sofort die Marketingverträge mit ISMM für die Fussball-Weltmeisterschaften gekündigt. Die damit zusammenhängenden Rechte gehen laut Herren an die FIFA zurück. Diese übernimmt nun das Marketing in eigener Regie.
Tennis-Rechte als finanzieller Stolperstein
Die ISMM war durch neue Engagements in finanzielle Schieflage geraten. Dazu gehörten unter anderem die Rechte an der Masters-Serie der Professional Tennis Association, ein Marketingabkommen mit zwei brasilianischen Fussball-Clubs und weitere Geschäfte.
swissinfo und Agenturen
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