Veränderte Beziehung Franken/Euro
Im Banne der Ungewissheit über die Entwicklung der US-Konjunktur hat in Basel die 71. Generalversammlung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) stattgefunden. Unsicherheiten und Fragezeichen dominieren auch den gleichzeitig vorgelegten Jahresbericht der BIZ.
Der BIZ-Jahresbericht geht kaum auf die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft ein. Im Kapitel über die Devisenmärkte wird aber die veränderte Beziehung zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro hervorgehoben. Die BIZ macht darauf aufmerksam, dass der Franken sich Ende März letzten Jahres gegenüber dem Euro aufzuwerten begann und aus der engen Handelsspanne ausbrach, die er seit der Einführung der Gemeinschaftswährung gehalten hatte.
Neues Verlaufmuster
Darüber hinaus folge der Franken seither offenbar zeitweise einem neuen Verlaufmuster. Die Schweizer Währung werte sich gegenüber dem Euro auf beziehungsweise ab, wenn der Euro im Vergleich zum Dollar falle beziehungsweise steige. Dies im Unterschied zu den früheren parallelen Bewegungen im Falle von Auf- oder Abwertungen der D-Mark gegenüber dem Dollar.
Die BIZ weist weiter darauf hin, dass das neue Muster des Kursverlaufs des Frankens nicht auf einen geringeren konjunkturellen Gleichlauf im Euro-Raum und in der Schweiz zurückzuführen sei. Vielmehr scheine das Muster seine Wurzeln in der Auffassung der Marktteilnehmer zu haben, dass die schweizerischen Währungsbehörden die inflationsdämpfenden Auswirkungen eines stärkeren Frankens begrüssten.
swissinfo und Agenturen
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