WTO: Scheitern verhindert
Bei den Beratungen der Welthandelsorganisation (WTO) über den Abschluss der Doha-Runde ist ein Scheitern abgewendet worden. Die Schweizer Wirtschaftsministerin Doris Leuthard bezeichnete das Ergebnis als "guten Kompromiss".
Die Delegationen aus mehr als 30 Ländern einigten sich am Freitag in Grundzügen auf ein Abkommen zur Öffnung der Märkte für Agrarprodukte und Gebrauchsgüter. Allerdings blieben zunächst noch viele Fragen ungeklärt.
Dem Vernehmen nach zielen die vorläufigen Vereinbarungen darauf ab, dass die Europäer ihre Agrarsubventionen um 80% kürzen, die USA um 70%.
Bei den Gebrauchsgütern sollen die Zölle zugunsten der Entwicklungsländer um 20 bis 25% zurückgefahren werden. Die Verhandlungen über Einzelheiten sind aber noch nicht abgeschlossen.
Wirtschaftsministerin Doris Leuthard sprach von einem «guten Kompromiss». Die Schweiz sei bereit, ihren Teil beizutragen, auch wenn die Schweizer Landwirtschaft einen «höheren Preis» bezahlen müsse.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch