Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz können nicht abstimmen und wählen – und trotzdem übertrifft ihr Vertrauen in die politische Schweiz dasjenige der Einheimischen. So tönen Good News!
Liebe Grüsse
Das erstaunt: Ausländerinnen und Ausländer vertrauen Schweizer Institutionen noch mehr als wir Inländer.
Ein wesentlicher Faktor ist der Zeithorizont: Wer neu in die Schweiz kommt, schätzt zunächst einmal Werte wie Freiheit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Sauberkeit etc.
In der zweiten Generation kommt das Vertrauen in Regierung und weitere politische Institutionen schon etwas «vom hohen Ross» herunter. Sprich: Die Kinder der Einwanderer sehen die Schweiz ähnlich wie die Einheimischen.
Ein Faktor spielt auch die Freiwilligenarbeit, eine zentrale Stütze im gesellschaftlichen Leben der Schweiz. Wer ehrenamtlich arbeite, sei stolz darauf, Teil einer Gesellschaft zu sein, sagt ein Sozialforscher, den meine Kollegin Pauline Turuban befragte.
- Paulines Beitrag mit mehreren Grafiken.
- Die Schweiz – eine Zweiklassendemokratie – unser Fokus zum Ausländerstimmrecht.
- Landsgemeinde Kloten – wo Grenzen der Demokratie gesprengt werden – Bericht meiner Kollegin Steffi Hess von einem Anlass, der beispielhaft ist.
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Ab nächsten Montag herrscht in Zügen, Bussen, Trams und auf Schiffen Maskenpflicht. Den Kantonsärzten genügt das aber nicht.
Der Entscheid der Schweizer Regierung von gestern Mittwoch geht den 26 Kantonsärzten und -ärztinnen noch zu wenig weit.
Sie wollen eine Maskenpflicht nicht nur im öffentlichen Verkehr, sondern generell, also im ganzen öffentlichen Bereich.
Ihre Forderung kommt auch einen Tag, nachdem die Zahl der Neuansteckungen mit 137 erstmals seit der Öffnung wieder dreistellig war.
- BerichtExterner Link von SRF News über die Haltung der Kantonsärzte
- Ebenfalls von SRF News: Das Zugpersonal als neue Maskenpolizei?Externer Link
- Unser Covid-Überblick.
In der Schweiz nimmt der Judenhass zu.
In einer Befragung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gab rund die Hälfte der knapp 500 teilnehmenden Jüdinnen und Juden an, in den letzten fünf Jahren Zielscheibe von antisemitischen Belästigungen und Diskriminierung gewesen zu sein.
90% sind der Meinung, dass der antisemitisch motivierte Hass in sozialen Medien ein zunehmendes Problem darstelle.
Die Attacken beschränken sich in den allermeisten Fällen auf verbale Ausfälle. Diese richteten sich insbesondere gegen orthodoxe Juden. Von physischer Gewalt dagegen berichteten nur ganz wenige.
- BeitragExterner Link über antisemitische Diskriminierung in der Schweiz in der NZZ (Paywall)
- Antisemitische Verschwörungstheorien auf dem Vormarsch – Beitrag meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.
- Von derselben Autorin: Sind Muslime die neuen Juden?
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Es ist ein Postkartenbild des idyllischen Alpenlandes Schweiz: Das gelbe Postauto.
Das Bild könnte bald Retouchen erfahren. Nicht punkto Farbe, sondern punkto Fahrplan.
Statt das die Postbusse regelmässig, aber oft praktisch leer verkehren, sollen sie «on demand» fahren, also auf Bestellung.
Postauto-Chef Christian Plüss will künftig auf intelligente Mobilitätslösungen setzen statt auf sturen Takt. Gerade in entlegenen Bergregionen sollen Kunden das «Poschi», wie wir in der Schweiz sagen, per App bestellen und auch bezahlen können. Damit will der oberste Postauto-Chauffeur den öffentlichen Verkehr in der Schweiz auf Topniveau halten.
- BerichtExterner Link in der Aargauer Zeitung (Paywall)
- «Ein bisschen Uber, ein bisschen Postauto» – Beitrag von Kollege Philipp Meier.
- Ein Skandal in Gelb erschüttert die höchsten Staatsebenen – unser Beitrag von 2018.
Ein Klassiker auf Abwegen oder der Diktator Nordkoreas, verewigt auf dem Schweizer Armeemesser.
In Interlaken, der Tourismus-Hochburg im Berner Oberland, hatte der Betreiber eines Souvenirshops eine besondere Idee: Die persönliche Gravur auf dem Schweizer Sackmesser.
Für dieses besondere Angebot machte er Werbung mit einem Plakat. Darauf ist ein rotes Sackmesser zu sehen, auf dem die Namen von US-Präsident Donald Trump und von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un eingraviert sind.
Der Name von letzterem auf Koreanisch. Doch die besondere Idee war wohl keine besonders gute: Victorinox, der Hersteller des Armeemessers, distanzierte sich von der Aktion.
«Das war eine blöde Idee von mir, da habe ich nicht so gut überlegt», fand dann auch der Ladenbesitzer. Er sucht jetzt Ideen für eine neue Kampagne.
- BerichtExterner Link des Blick über die verunglückte Werbeaktion.
- Aus unserem Archiv: Das Schweizer Riesen-Sackmesser – Artikel von 2007
- Scharfe Klingen – Schweizer Messerkunst in Bildern.
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