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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Müssen Sie im ÖV Ihres Wohnlandes auch eine Maske tragen? Die Schweizer Bevölkerung muss das seit heute. Und sie scheint damit keine Mühe zu haben.

Herzliche Grüsse aus Bern

Auch in der Stadt Luzern hielten sich die Pendlerinnen und Pendler am Montagmorgen an die Maskenpflicht. Keystone-SDA sda-ats

Seit heute ist das Maskentragen im öffentlichen Verkehr der Schweiz Pflicht. Ein erster Augenschein zeigt: Die Bevölkerung hält sich daran.

Seit heute Morgen gilt für alle ab 12 Jahren: Maske tagen im ÖV. SRF News hat seine Korrespondentinnen und Korrespondenten in den verschiedenen Landesteilen losgeschickt. Ihr Fazit: Die Bevölkerung zeigt keine Mühe damit, in Tram, Zug und Bus die Maske aufzusetzen.

Ob Bern, Basel, Zürich, Genf oder Luzern: Überall zeigte sich das gleiche Bild. Alle Passagiere sind «sehr diszipliniert» und tragen eine Maske. «Die Stimmung ist ruhig, Menschen lachen. So schlimm kann die neue Pflicht also nicht sein», schreibt SRF News.

Auch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und das Bahnunternehmen BLS melden, die überwältigende Mehrheit habe heute Masken getragen. Das Personal beider Unternehmen habe nursehr wenige Kundinnen und Kunden ermahnen müssen.

Christoph Blocher
Keystone / Valentin Flauraud

Er ist Milliardär. Er prägte die Schweizerische Volkspartei wie kein Zweiter. Er war von 2003 bis 2007 Justizminister. Nun fordert Christoph Blocher seine Bundesratsrente ein.

Als er 2007 als Bundesrat nicht wiedergewählt wurde, versprach Blocher, ganz der Volkstribun: «Ich verzichte auf meine Rente!« Diese entspricht exakt der Hälfte eines Bundesratslohns und macht jährlich immerhin rund 220’000 Franken aus.

Nun scheint es sich der bald 80-Jährige noch einmal überlegt zu haben: Er verlangt nun rückwirkend 2,7 Millionen Franken vom Bund. Das sorgte in der Presse bereits für einiges Stirnrunzeln. Natürlich stehe ihm da Geld zu, so der Tenor. Aber: Er schade damit seiner Partei, sagt zum Beispiel der Politologe Michael Hermann.

Dass er dies zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt angekündigt habe, zeige, dass Blocher offenbar selbst nicht mehr an die Begrenzungs-Initiative glaube, sagt Hermann im Interview mit den Zeitungen von Tamedia. Das Begehren kommt im September an die Urnen und verlangt die Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU. Blocher habe mit der Forderung «seine Rolle als Kämpfer gegen die politische Klasse aufgegeben», schätzt Hermann.

Pierre Maudet
© Keystone / Martial Trezzini

Noch ein Politiker scheint angeschlagen. Die Freisinnigen werfen Pierre Maudet aus der Partei.

Maudet galt einst als hoffnungsvoller Kandidat der Freisinnig-Demokratischen Partei für die höchsten Weihen im Land: 2017 kandidierte er für den Bundesrat (Landesregierung). Und der jungdynamische Machertyp war Regierungspräsident des Kantons Genf.

Dann wurde publik, dass er sich eine Reise nach Abu Dhabi hatte bezahlen lassen. Was er zunächst bestritt. Die Kantonsregierung entzog ihm das Präsidium und zusätzliche Dossiers. In der Regierung allerdings blieb er, trotz zahlreicher Rücktrittsforderungen.

Seit zwei Jahren ermittelt die Justiz. Letzte Woche wurde bekannt, dass die Genfer Staatsanwaltschaft Maudet vor Gericht bringen will. Heute Morgen nun hat ihn die FDP per sofort aus der Partei ausgeschlossen. Mit 22 von 24 Stimmen. «Affaire à suivre…»

Büro
Keystone / Mint Images

Emsig wie die Bienen. So werden wir Schweizerinnen und Schweizer gerne beschrieben. Doch was ist dran?

Pünktlich, exakt, fleissig. Entspricht dieses Image der Schweizer Arbeitskräfte wirklich der Realität? Unser Statistiker Jonas Glatthard hat sich die Zahlen etwas genauer angeschaut. Und er kommt zum erstaunlichen Schluss: «Im globalen Vergleich wird in der Schweiz wenig gearbeitet.»

Warum das? Je wohlhabender ein Land ist, desto kürzer die Arbeitszeit. Ausnahmen dieser Regel seien Hongkong, Singapur und die USA. Auch wenn wir 2012 in der Schweiz eine zusätzliche Woche Ferien an der Urne abgelehnt haben, sind wir mit mindestens vier Wochen besser dran als viele andere Länder.

Kommt dazu, dass in der Schweiz unterdessen viele Teilzeit arbeiten – und bei weitem nicht nur Frauen. Wenn nun aber alle Bewohnerinnen und Bewohner des Landes über 14 Jahre in die Statistik genommen werden, steht die Schweiz plötzlich wieder ganz weit oben auf der Liste der arbeitsamsten Länder.

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