Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Erstmals leben mehr als neun Millionen Menschen in der Schweiz. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Welche Auswirkungen hat das auf das Land?
Herzliche Grüsse aus Bern
Die 9-Millionen-Schweiz ist Realität.
Seit 1967 ist die Schweizer Wohnbevölkerung um 1/3 gewachsen – auf genau 9’006’664 Menschen. Das Wachstum ist vor allem auf die Zuwanderung zurückzuführen, was bei vielen Ängste auslöst und deshalb immer wieder zum Wahlkampfthema wird.
Der Tages-Anzeiger zeigt heute an sechs Beispielen, was sich durch das Bevölkerungswachstum verschlechtert hat – und was verbessert. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Negativ: Verdichtung der Siedlungen: Das Bevölkerungswachstum hat zu einem Bauboom geführt, der die Städte weiter wachsen lässt. Steigende Mieten: Die Nachfrage nach Wohnraum treibt die Mietpreise in grösseren Städten nach oben. Verkehrsprobleme: Mit mehr Menschen auf den Strassen kommt es zu Verkehrsüberlastungen und Staus.
Positiv: Mehr Jobs, weniger Arbeitslosigkeit: Entgegen Befürchtungen haben Eingewanderte die Zahl der angebotentn Stellen erhöht und die Arbeitslosigkeit gesenkt. Mehr Wohlstand: Trotz Zuwanderung hat die Schweiz ihren Wohlstand verteidigt und ist weiter gewachsen. Weniger Kriminalität: Die Kriminalität ist entgegen von oft gehörten Behauptungen gesunken, das Leben in der Schweiz ist sicherer geworden.
- Der Artikel des Tages-AnzeigersExterner Link (Paywall).
- Dem gleichen Thema hat auch der Blick einen kurzen Artikel gewidmetExterner Link.
- Wie das Geschlechterverhältnis in der Schweiz aussieht, finden Sie im Artikel von 20 MinutenExterner Link.
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Bleiben wir noch bei den Millionen: Die Wahlkampf-Finanzierung wird erstmals transparent gemacht.
Welche Partei verfügt über das grösste Wahlkampf-Budget? Erstmals sind die Kandidierenden für das nationale Parlament in der Schweiz verpflichtet, Spenden zu melden, die über 50’000 Franken betragen. Darüber haben wir hier auch schon mehrmals berichtet. Die Redaktion des Tages-Anzeigers hat für eine Übersicht die Zahlen der Finanzkontrolle des Bundes ausgewertet.
Die Zahlen zeigen: Weitaus über die grössten Budgets verfügen die Parteien und ihre Mitglieder rechts der Mitte: Freisinnig-Demokratische Partei: 12,9 Mio. Fr., Schweizerische Volkspartei: 11,8 Mio. Fr.; die Mittepartei und die Sozialdemokratische Partei verfügen beide über 7,1 Mio. Fr., die Grünen über 3,8 und die Grünliberalen über 2,9 Mio. Franken.
«Unsere Demokratie ist jetzt besser, aber das reicht nicht«, schreibt der Tagi über die neuen Transparenzregeln. Es sei nun an der Politik, auch noch die letzten Schlupflöcher zu stopfen. Denn mit einfachen Tricks lassen sich immer noch Zehntausende von Franken verdeckt in Kandidierende oder Parteien investieren.
- Der Artikel im Tages-Anzeiger ist ohne PaywallExterner Link zugänglich.
- Der Kommentar im Tages-AnzeigerExterner Link ebenfalls.
- Interessiert es Sie im Detail, wer wie viel zur Verfügung hat für die Wahlen? Auf der Website der Eidgenössischen FinanzkontrolleExterner Link finden Sie alle Angaben (Ordnersymbol anklicken).
- Einen weiteren interessanten Aspekt des Parlaments haben wir heute publiziert: Wer ist im Bundeshaus am erfolgreichsten mit eingereichten Motionen?
Die Fische in der Schweiz sind mit Chemikalien belastet.
Da hiess es doch immer, Fisch essen sei gesund. Und jetzt kommt diese Meldung: Laut einer Untersuchung der SRF-Fernsehsendung Kassensturz waren alle aus einer Stichprobe von 17 Fischen aus Seen, Flüssen und Zuchten mit PFAS belastet. Zwei Fische überschritten sogar den EU-Höchstwert. «Das kann langfristig zum Problem werden», schreibt SRF.
Unter PFAS versteht man Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, sie werden auch ewige Chemikalien genannt, weil sie sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern und nicht abbauen. «Dass man in den Fischen solche Stoffe findet, erschreckt mich», sagt der Präsident des Schweizerischen Berufsfischerverbands.
Der Toxikologe, der die Analyse geleitet hat, relativiert allerdings die Ergebnisse: «Wer einmal einen solchen Fisch isst, riskiert nicht, in den nächsten Stunden oder Tagen krank zu werden.» Das Problem sei vielmehr chronischer Natur: Eine 75 Kilogramm schwere Person müsste das ganze Leben lang jede Woche 28 Gramm Fisch essen, noch ohne gesundheitliche Folgen zu riskieren, falls sie keine PFAS aus anderen Lebensmitteln oder Kleidungsstücken aufnimmt.
- Die Analyse des Kassensturz von Radio und Fernsehen SRFExterner Link.
- Die USA scheinen ein PFAS-Problem mit ihrem Leitungswasser zu haben, wie dieser Bericht unserer Nachrichtenagentur Keystone-SDA vom Juli zeigt.
- Ein weiterer Bericht unserer Agentur vom März: «Mehrere Walliser Industriestandorte durch Umweltgifte belastet».
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Überraschende Übernahme? Nein, eine logische Entwicklung, sagt ein Experte zum Kauf von Bucherer durch Rolex.
Für die einen purer Stolz, für andere purer Protz: eine Rolex am Armgelenk. Nun hat der Hersteller der Prestige-Uhren den Uhren- und Schmuckhändler Bucherer übernommen. Insider gehen davon aus, dass sich die Transaktion auf mindestens fünf Milliarden Franken belaufen haben könnte.
Dies sei ein logischer Schritt gewesen, schreibt Masayuki Hirota, Chefredaktor Chronos Japan, in einem Gastbeitrag. Bucherer hatte in den besten seiner Geschäfte schon lange nur Rolex und Tudor verkauft. «Wenn Bucherer von einem anderen Unternehmen übernommen worden wäre, hätte Rolex möglicherweise seine erstklassigen Standorte verloren«, so Hirota.
Andererseits habe das Familienunternehmen Bucherer seine Zukunft sichern wollen. «Durch die globale Präsenz, die Marktposition von Rolex und die enge Beziehung zum Luxusuhren-Hersteller dürfte dies gelingen», schätzt der Experte.
- Der Gastbeitrag von Masayuki Hirota auf swissinfo.ch.
- «Der Deal verändert die Luxusuhrenbranche fundamental»Externer Link, schrieb die Handelszeitung in ihrer Analyse (Paywall).
- Eine Kurzanalyse des DealsExterner Link finden Sie auch bei SRF News.
Zum Schluss noch eine Einladung: Haben Sie Lust, unseren Journalistinnen und Journalisten bei der Arbeit über die Schulter zu schauen?
Unser Team von SWI swissinfo.ch, das für und über die Fünfte Schweiz berichtet, lädt Sie herzlich ein, am kommenden Donnerstag, 21. September 2023, um 14 Uhr (Schweizer Zeit) an der Redaktionssitzung mitzudiskutieren! Sind Sie interessiert? Melden Sie sich per Mail an swissabroad@swissinfo.ch und erhalten Sie den Link zum Meeting!
- Unsere Themenseite zu den Swiss Abroad finden Sie hier.
- Unsere Einladung auf InstagramExterner Link.
- Wir haben im Vorfeld zu den National- und Ständeratswahlen die grossen Parteien für sie gecheckt.
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