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Drei Männer und eine Frau sitzen auf einer Couch

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Es ist ein Beispiel, das in Zeiten von Krieg in Europa Mut macht: Zwei Täter und zwei Opfer des kolumbianischen Bürgerkriegs sitzen in der Schweiz auf demselben Sofa – gewissermassen als Inkarnationen des mühseligen Friedensprozesses in ihrer Heimat.

Herzliche Grüsse aus Bern

vier personen auf einer Terrasse im Sonnenlicht
Céline Stegmüller / swissinfo.ch

Wie geht praktische Versöhnung? Zwei Täter und zwei Opfer des kolumbianischen Bürgerkriegs gaben uns in Bern einen Einblick.

Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen, medial gesehen: dem Bürgerkrieg in Kolumbien, der über ein halbes Jahrhundert wütete und der Hunderttausende von Menschenleben forderte.

2016 schlossen die Regierung und die Guerilla ein Friedensabkommen. Die Schweiz hatte sich zuvor hinter den Kulissen jahrelang für eine Beilegung des Konflikts eingesetzt.

Jetzt haben vier Mitglieder einer gemischten Delegation in der Schweiz berichtet, wie sie im schwierigen und schmerzlichen Prozess mit ihren Rollen umgehen – als Täter, die für Massentötungen verantwortlich waren, oder als Opfer, die Familienmitglieder verloren haben oder die entführt worden waren.

Was mich am Video meiner Kolleg:innen auch beeindruckt: die Sitzordnung auf dem Sofa während des Gesprächs. Die beiden Täter sitzen aussen, während innen – und mit einigem Abstand zu ihren äusseren Nachbarn – die beiden Opfer sitzen.

Aus der Körpersprache der Beteiligten interpretiere ich, dass sich nicht alle ganz wohl fühlen. Das Quartett bestreitet zwar eine Art Friedenstournee. Aber eine Show ist Frieden definitiv nicht.

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Frau in rotem Kleid umringt von Männern in schwarzen Priestergewändern
Copyright 2023 The Associated Press. All Rights Reserved

In Rom, genauer im Vatikan, herrscht derzeit Hochbetrieb. Mittendrin: Eine Frau aus der Schweiz.

Hohe Wellen wirft insbesondere die Generalversammlung der Weltsynode. Obwohl der Papst klar gemacht hat, dass dieses Organ kein Parlament sei, haben viele Teilnehmende hohe Erwartungen, dass sich die katholische Kirche in Sachen Gleichberechtigung der Frauen, Zölibat und Inklusion endlich bewegt.

Erstmals sind in der 464 Personen starken Synode auch Frauen vertreten. Zu ihnen gehört die Schweizerin Helena Jeppesen-Spuhler, die Papst Franziskus als eine von zehn europäischen «Nichtbischöfen» nach Rom einlud.

«Das war schon schön», sagt Jeppesen-Spuhler zur gemischten Präsenz an der Eröffnung. «Dafür haben wir lange gearbeitet, unsere Mütter, all die Frauen seit Generationen. Ein super Moment.»

Was die Aargauerin aber vermisste, waren die jungen Menschen. «Das muss noch korrigiert werden.»

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Weissgekleidete Angestellte stehen in einem Spital um das Bett eines Patienten
© KEYSTONE / ALESSANDRO CRINARI

Eine Folge des Krieges in Europa: Die steigenden Lebenshaltungskosten werden zum Politikum.

Lebensmittel, Strom, Mieten, Verkehr – und hochaktuell: die Gesundheitskosten: Das Leben wird grad wieder massiv teurer.

Allein die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung steigen 2024 im Schnitt um knapp neun Prozent.

Das bedeutet: Künftig müssen noch mehr Menschen in der Schweiz jeden Rappen umdrehen, bevor sie etwas kaufen können. Oder eben auch nicht.

Wie betreffen die steigenden Lebenshaltungskosten Sie? Gibt es Rezepte dagegen? Müssen jetzt die Löhne stärker erhöht werden? Diskutieren Sie auf der neuen Plattform der SRG mit vielen anderen Menschen mit!

Altes Foto mit einem Mann, der die Fahne mit den fünf Olympischen Ringen an einem Masten hochzieht
RDB

Klammheimlich nimmt ein Thema wieder Fahrt auf: Olympische Spiele in der Schweiz.

Turin statt Sion: Die Vergabe der Spiele 2006 war eine Art Todesstoss für die Ambitionen der Wintersportnation Schweiz, künftig Olympische Winterspiele ausrichten zu können.

2017 und 2018 scheiterten Kandidaturen in den Kantonen Graubünden und Wallis hochkant an der Urne.

Gemäss einer neuen Umfrage von Tamedia scheint sich jetzt das Blatt zu wenden: 55% der fast 30’000 Befragten befürworten eine Durchführung des Grossanlasses in der Schweiz, 41% sind dagegen.

Allerdings müssten diese Spiele nachhaltig, ja bescheiden ausfallen nach den schon fast perversen Exzessen von Sotschi 2014 und Peking 2022.

Denn die Frage lautete, ob die Menschen mit Spielen in der Schweiz einverstanden wären, die «dezentral in der ganzen Schweiz und mit möglichst wenig neuen Bauten» über die Bühne gehen sollten.

Ob das für seine Neigung zu überbordendem Protz und Luxus bekannte Internationale Olympische Komitee mit einem solchen Konzept der «Demut» einverstanden wäre, steht auf einem anderen Blatt.

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