Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
Sechs Wochen vor den Abstimmungen und Wahlen darf laut Weisung des Bundes das Stimm- und Wahlmaterial an Sie verschickt werden. Dabei zählt jeder Tag, damit Sie Ihre Stimme in der Schweiz rechtzeitig abgeben können. Doch leider klappt das nicht überall.
Freundliche Grüsse
Versand Wahlmaterial: Welche Kantone sind mustergültig, welche haben getrödelt?
Für Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, ist es ein Dauerbrenner: Der Versand des Stimm- und Wahlmaterials. In der Schweiz dafür verantwortlich sind die Kantone oder Gemeinden. Eminent wichtig ist beim Versand ins Ausland, dass dies so rasch wie möglich geschieht.
Immer wieder erreichen uns Klagen, dass es für eine Rücksendung nicht mehr gereicht hat. Wir haben deshalb bei allen 26 Schweizer Kantonen nachgefragt, wie sie den Versand für die bevorstehenden eidgenössischen Wahlen gehandhabt haben. Und siehe da: Mein Kanton, der Aargau, schwingt mustergültig obenaus. Er hat das Material sogar am Wochenende vor dem offiziellen ersten Termin verschickt.
Säumiger dagegen waren die beiden Nordwestschweizer Kantone Solothurn und Jura. Beide haben den spätesten Versandtermin verpasst. Warum das? Solothurn begründet mit einer Verzögerung beim Einpacken. Jura mit einem Lieferproblem eines Teils der Botschaften, weshalb bereits die Gemeinden das Material erst nach dem letzten Termin erhalten haben.
- Hier finden Sie meinen Artikel auf SWI swissinfo.ch.
- 43 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer kandidieren diesmal für den Nationalrat. In diesem Artikel stelle ich einige von ihnen vorExterner Link.
- Die Fünfte Schweiz tickt leicht anders als das Inland. Die Schweizer Revue hat dafür 36 Abstimmungen analysiert. Zu welchen Erkenntnissen kam sie?
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Gedenkveranstaltung für die Opfer des Hamas-Terrors in Israel in der Berner Synagoge.
Es sei einzigartig, dass je ein Mitglied der Landesregierung an einer Gedenkveranstaltung in einer Synagoge teilgenommen habe. Das sagt der Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebunds SIG. Bundesrat Albert Rösti hatte sich gestern Abend in die Synagoge in Bern begeben, um seine Solidarität mit den Opfern des Hamas-Terrors und mit Israel auszudrücken.
«Wir teilen Ihre Trauer, wir teilen Ihr Entsetzen», sagte Rösti in der vollbesetzten Synagoge, während davor die Polizei das Gebäude bewachte und die Strasse gesperrt war. Man realisiere nun in der Schweiz, dass man mit der Hamas nicht verhandeln könne, so Rösti.
Dass Israel sich nun verteidige, sei legitim, so der Magistrat weiter. An der Schweiz sei es nun, für die Sicherheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens und der jüdischen Institutionen hierzulande zu sorgen. Denn solche Terrorangriffe würden oft Nachahmer auf den Plan rufen. (raf)
- Die Berner Tageszeitung Der Bund war in der Synagoge dabeiExterner Link und liefert einen umfassenden Bericht.
- Im Blick finden Sie einen Bericht mit einem VideoExterner Link.
- Auch 20Minuten.ch berichtetExterner Link von der Gedenkveranstaltung.
Nach Massenentlassung in St. Gallen versucht Österreich das Spital-Personal abzuwerben.
In St. Gallen kommt es zum Kahlschlag im Gesundheitssektor: Rund 440 Stellen sollen im ganzen Kanton gestrichen werden, es sind mehrere Institutionen betroffen. Auf der anderen Seite der Grenze versucht der grösste Tiroler Spital-Verbund nun Personal anzusprechen – und lockt mit guten Arbeitsbedingungen.
Mehr Ferien, kostenlose Kinderbetreuung, gratis ÖV und flexible Arbeitszeitmodellen: Man könne Bedingungen anbieten, «die es so in der Schweiz nicht immer gibt», wird der Zuständige der Tiroler Kliniken zitiert. Der Lohn ist zwar in Österreich tiefer, aber insbesondere das Argument der gratis Kinderbetreuung zieht – das reisst in den Schweizer Budgets oft ein grosses Loch ein.
Das Ziel ist in erster Linie, österreichische Fachkräfte zurückzuholen. Man hoffe aber auch Deutsche oder Schweizer:innen anzusprechen. Sollte das Personal sich aber für eine Stelle sonst wo in der Schweiz entscheiden, wird die Stellensuche aber kaum schwierig sein – der Personalmangel ist im Gesundheitssektor immer noch gross. Auch die hiesigen medizinischen Einrichtungen werden kaum darum herumkommen, ihren Angestellten attraktive Arbeitsbedingungen anzubieten. (gm)
- Hier finden Sie die MeldungExterner Link des St. Galler Tagblatts (Paywall).
- Der BlickExterner Link hat ebenfalls darüber berichtet.
- Wie die Schweiz Pflegepersonal im Ausland rekrutiert – darüber haben wir hier berichtet
Die Diskussion um Murat Yakin, den Trainer der Schweizer Fussball-Nati, reisst nicht ab – jetzt stärkt ihm ein Weggefährte den Rücken.
Die Schweiz hat in der Qualifikationsrunde für die Fussball-EM 2024 in Deutschland noch kein Spiel verloren. Trotzdem steht Nati-Trainer Murat Yakin auf dünnem Rasen. Grund ist das blamable 3:3 gegen Weissrussland am letzten Sonntag, bei dem die Nati eine kolossale Blamage mit zwei glücklichen Toren in der 89′ und 90′ Minute gerade noch abwenden konnte.
Die Schweiz steht in ihrer Qualifikationsgruppe aktuell auf Platz 2 hinter Rumänien. Alles liegt noch drin. Aber die Formkurve zeigt abwärts. Wer also ist Schuld an der Misere, die noch keine ist? Verschiedene Kommentatoren werfen der Nati Arroganz vor. Der Trainer ist davon nicht ausgenommen. Yakin verstieg sich im Vorfeld zur Aussage, gegen eine solche Mannschaft müsse man die Defensive nicht vorbereiten. Dann wird eine «Innenverteidigung mit gestandenen Premier-League-Spielern nach der Pause von biederen Fussballern vorgeführt», wie der Tages-Anzeiger in einer Analyse schreibt.
Ist Yakin also fällig? Befeuert wird die Frage durch Captain Granit Xhaka, der keinen Hehl um seine Differenzen mit dem Trainer macht. Aber auch von der Verbandsspitze, die sich nicht vor Yakin stellt, wie das der Normalfall wäre. Diesen Punkt streicht Ex-Nati-Spieler und Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz heraus. Er verteidigt den früheren Team-Kollegen, dem er aber attestiert, er habe sich selbst verloren und sei zu einem Verwalter geworden. Und Türkyilmaz verschiebt die Personalienfrage: Yakin solle jetzt handeln und im Kader gestandene Spieler ersetzen – darunter Nati-Goalie Yann Sommer. (ml)
- «Darum kann es so nicht weitergehen» – die Analyse im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Zur Kolumne von Kubilay Türkyilmaz im BlickExterner Link geht es hier.
- Auch das Online-Portal Watson fragtExterner Link: Ist Yakin noch zu halten?
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