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Wahlunterlagen vom Kanton Genf

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Während für viele vor allem junge Frauen, die Autorin dieses Briefings eingeschlossen, heute ein Thema dominierte, gab es für alle anderen weitaus interessantere Neuigkeiten. Deswegen gehe ich gar nicht erst auf den Release von Taylor Swifts neuem Album ein und komme gleich zu den Neuigkeiten aus der Schweiz.

Beste Grüsse aus Bern

Ein Wahlzettel wird ausgefüllt
Keystone/gaetan Bally

Sind «Stille Wahlen» ein Problem für die Demokratie?

Die Zeit vor den nationalen Wahlen stelle ich mir für Politiker:innen ziemlich stressig vor. Auf Podiumsdiskussionen gilt, inhaltlich und rhetorisch zu brillieren, in den Sozialen Medien soll mit der potentiellen Wähler:innenschaft eine Verbindung aufgebaut werden, auf der Strasse wird beim Überreichen von Gipfeli und anderen Give-aways Small Talk betrieben und am Wahltag selber ist das grosse Zittern angesagt.

Klar, wer gewählt werden will, muss da durch – oder doch nicht? Einer, der sich am Wahlsonntag zurücklehnen konnte, ist Erich Ettlin, neuer alter Ständerat des Kantons Obwalden.

Grund dafür: Der Mitte-Politiker war schlicht der einzige Kandidat, seine Wiederwahl war somit bestätigt, ohne dass Stimmen ausgezählt wurden.

Wie demokratisch ist aber solch eine «Stille Wahl»? Keine Gegenkandidatur könne als Akzeptanz und positives Zeichen für die politische Arbeit gewertet werden, sagt der Politologe Marc Bühlmann im Artikel meines Kollegen Benjamin von Wyl. Aus demokratietheoretischer Sicht könne man aber auch eine kritische Position einnehmen.

  • Wie diese kritische Position lautet und wie es Politiker:innen geht, die sich ihrer Wiederwahl zu sicher sind, lesen Sie im Artikel auf SWI swissinfo.ch
  • Auch beim Ständerat des Kantons Bern kam es dieses Jahr zu «Stillen Wahlen», wenn auch aus anderen Gründen, zu lesen im Artikel von SRFExterner Link.

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Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

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Einer unserer Leser fragt, was die Auslandschweizer:innen der Schweiz zurückgeben – sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Menschen im Sozialisierungszentrum in Chiasso.
Keystone / Carlo Reguzzi

Aus Sicht der Verantwortlichen gibt es in Chiasso keinen Asylnotstand. Stattdessen wird Integration gelebt.

«Das hier ist der Beweis, wie wir in Chiasso für ein friedliches Zusammenleben arbeiten. Diese Räume hier stehen allen Familien offen, nicht nur Migrantenfamilien», sagte Roberta Pantani, ehemalige Lega-Nationalrätin aus Chiasso, gegenüber SRF. Mit «das hier» meinte Pantani das frisch eingeweihte Sozialisierungszentrum in Chiasso. Erwachsene werden hier in Italienisch unterrichtet, während die Kinder im Nebenzimmer spielen können.

Auch Bruno Arrgoni, Chiassos Gemeindepräsident, wehrt sich gegen Negativschlagzeilen zum sogenannten Asylchaos in der Gemeinde («Es ist falsch, immer nur über die wenigen Asylsuchenden zu sprechen, die Probleme machen»), er nimmt aber gleichzeitig Bund und Kanton in die Pflicht: » Wir wünschen uns, dass die Asylsuchenden besser verteilt werden».

Ein Skalpell wird für die Mastektomie zur Brust geführt.
© Keystone / Christian Beutler

Geschlechtsangleichende Operationen nehmen in der Schweiz zu.

Wer sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlt, das der eigenen Person bei Geburt zugeschrieben wurde, kann sich geschlechtsangleichende Operationen unterziehen. Die Schweiz hat nun erstmals Daten zu geschlechtsangleichenden Operationen präsentiert.

Die Zahl der Menschen, die sich aufgrund von Geschlechtsmerkmalen jährlich unter das Messer legen, ist laut dem Bundesamt für Statistik zwischen 2019 und 2022 von 248 auf 525 angestigen. Die häufigste geschlechtsangleichende Operation ist die Mastektomie, das Entfernen der weiblichen Brust. Gleichzeitig ist es auch jene Operation, die seit 2019 am stärksten zugenommen hat. Das Durchschnittsalter bei der Geschlechtsanpassung von Frau zu Mann beträgt 27 Jahre, von Mann zu Frau ist es mit 34 Jahren etwas höher.

In der Schweiz werden geschlechtsangleichende Operationen in fünf Spitälern durchgeführt.

Häuser in der Schweiz
© Keystone / Gaetan Bally

Eigenheime werden immer teurer.

Wahrscheinlich liegt es am Alter – für einmal fühle ich mich wieder richtig jung – und am mangelnden Geld, aber ich habe noch nie mit dem Gedanken gespielt, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Anders geht es vielen Mieter:innen zwischen 30 und 50 Jahren. 46% gaben an, darüber nachzudenken.

Dieser Traum rückt aber in der Schweiz immer weiter in die Ferne. Eine Analyse des Immobilienberaters Wüest Partner will nun die Ursachen und mögliche Lösungen für die geplatzten Träume der Schweizer Mieter:innen aufzeigen.

Im internationalen Vergleich hat die Schweiz unter 24 Ländern mit unter 40% den kleinsten Anteil Wohneigentümer. Ein Grund dafür sei, dass zu wenig neue Eigenheime für die steigende Nachfrage einer wachsenden Bevölkerung mit dem Wunsch nach mehr Wohnraum pro Person gebaut werden. Die Folge ist eine Angebotsknappheit.

Und was knapp ist, wird teurer und dadurch immer weniger erschwinglich für viele Haushalte. Laut der Analyse sind typische Eigentumswohnungen im mittleren Segment um 9% teurer, als es sich durchschnittliche Haushalte leisten könnten. Und, Sie können es sich denken, noch weniger erschwinglich sind Einfamilienhäuser.

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Gastgeber/Gastgeberin Samuel Jaberg

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Wie erleben Sie die wachsende Bevölkerung der Schweiz? Sehen Sie für den Fachkräftemangel eine Alternative zur Zuwanderung? Ihre Meinung interessiert uns!

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