Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Das Abstimmungsjahr 2024 wird heftig – mehrere Initiativen und Referenden sind angekündigt.
Freundliche Grüsse aus Bern
Sind sie auf Telegram? Dann können Sie hier unserem Kanal folgenExterner Link und erhalten alle Artikel direkt auf Ihrem Handy!
Zurück in die Zukunft: 2024 stehen zahlreiche Urnengänge an.
Noch sind nicht alle Vorlagen fix, aber eines ist klar: In diesem Jahr werden die Schweizer:innen über zahlreiche Anliegen auf nationaler Ebene abstimmen müssen. Dies, nachdem in den letzten eineinhalb Jahren mangels Vorlagen gerade mal ein Abstimmungstermin angesetzt wurde.
Am 3. März geht es bereits um die 13. AHV-Rente und die Erhöhung des Rentenalters – es folgen im Sommer die Reform der beruflichen Vorsorge (BVG), die Kostenbremse-Initiative und die Prämienentlastungs-Initiative. Lauter schwergewichtige sozialpolitische Vorlagen mit grosser finanzieller Bedeutung. Diese betreffen vor allem das neue Departement von Elisabeth Baume-Schneider, wohin sie angeblich geflohen sei. Wenn dem so ist, war das eine risikofreudige Flucht, muss sie doch bei vielen Vorlagen gegen ihre eigen Partei Stellung beziehen.
Weiter stehen die Biodiversitäts-Initiative und der Autobahn-Ausbau an, zusammen mit dem Mantelerlass für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Auch ist noch eine Volksinitiative gegen eine «Impfpflicht» hängig – ein Überbleibsel der Pandemie. Alles in allem also ein Abstimmungsjahr, wie wir uns das früher gewohnt waren.
- Watson hat eine Übersicht verfasstExterner Link.
- Meine Kollegin Katy Romy mit ihrem politischen Ausblick auf 2024.
Mehr
Wie man als Regierung für schlechte Presse sorgt.
In der Politik geht es nicht immer um die grossen Fragen. Manchmal sind es auch kleine, bisweilen banale Angelegenheiten, die für Schlagzeilen sorgen. So etwa folgende zwei Meldungen, die dieser Tage in den Medien zu lesen waren.
Mitglieder des Bundesrats (Lohn: über 470’000 Franken im Jahr) erhalten eine Dauerfahrtkarte für die Seilbahnen Schweiz – bezahlt vom Bund, also von Steuergeldern. Das ist eine von mehreren Sonderregeln für die Magistratinnen und Magistraten.
Der Bundesrat hat zudem beschlossen, dass die lebenslangen Witwenrenten künftig gestrichen werden – allerdings soll das nicht für Angehörige von amtierenden oder zurückgetretenen Magistratspersonen (Bundesräten, Bundesrichterinnen oder Bundeskanzlern) gelten.
Das kann man nun als staatspolitisch unbedenklich taxieren. Stimmt. Aber Politik besteht auch aus Symbolik – und hier kann man sich mit vermeintlichen Details eben auch Sympathiepunkte verspielen…
- Hier schreibtExterner Link der Blick über das bundesrätliche Ski-GA.
- Der Tages-Anzeiger schreibt über die WitwenrentenExterner Link. (Paywall)
Von Basel nach London mit dem Zug – in fünf Stunden?
Grenzüberschreitende Zugfahren in Europa werden beliebter, immer mehr Menschen steigen auf den Zug um, anstatt zu fliegen. Das hat einerseits mit einem wachsenden Umweltbewusstsein zu tun, denn Fliegen stösst viel CO2 ab. Andererseits auch mit dem gleichzeitigen Ausbau des Angebots, das das Zugfahren günstiger macht.
In der Schweiz ist kürzlich im Parlament die Frage aufgekommen, ob eine schnelle Verbindung von Basel nach London realisierbar sei. Das (optimistische) Fazit: Unter fünf Stunden ist das möglich – wenn sich ein Betreiber finden lässt, der das mit der SBB auf die Beine stellt.
Ganz einfach ist das natürlich nicht, denn die Bahn braucht viel Infrastruktur, die teilweise vielleicht erst noch entstehen muss. Dazu kommt, dass Grossbritannien nicht im Schengen-Raum ist, so dass Grenzkontrollen nötig sind. Es müssten also wohl auch am Bahnhof Basel entsprechende Einrichtungen gebaut werden. Unmöglich scheint dies jedoch nicht.
- Hier finden Sie den Artikel meines Kollegen Simon Bradley.
- Die erste Eisenbahn der Schweiz – sie ging schon von Basel aus.
Wie eine Schweizerin in Bolivien eine Ecolodge aufbaute.
Auswandern und etwas Eigenes aufbauen. Diesen Traum haben viele in der Schweiz, manche setzen ihn auch um – vermutlich auch einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser.
Die Zürcherin Miriam Hinojosa Garnica hat das Schicksal nach Bolivien gebracht, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt und eine Ecolodge betreibt. Im bolivianischen Amazonasgebiet haben sie ein Refugium für zahlreiche Tierarten aufgebaut.
Was ich interessant finde: Die Lodge wurde auf einem Loma errichtet, einem künstlichen Hügel von etwa zehn Metern Höhe. Diese Erhebungen hatten die Moxos errichtet, ein Volk, von dem nach heutigem Stand der Geschichtsschreibung vermutet wird, dass es vor 10’000 Jahren über die Beringstrasse aus China einwanderte, als diese noch von Eis bedeckt war. Mit diesen Lomas sollen die Moxos auch die Fischzucht kultuviert haben.
- Lesen Sie hier den Artikel von Lionel Moser.
- Auswandern mit Kindern – was gilt es zu beachten? Der Beitrag von Soliswiss bei uns.
Mehr
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards