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Fusionen und Stellenabbau

Die Armeereform XXI will den Bestand um zwei Drittel auf 120'000 reduzieren. Keystone Archive

Bei der geplanten Verkleinerung der Armee sollen über 1600 Stellen abgebaut und Zeughäuser zusammengelegt werden.

Die Reduktion des Armeebestandes um zwei Drittel auf 120’000 hat Folgen. Zeughäuser werden zusammengelegt, Waffenplätze neu belegt, Aushebungs-Standorte reduziert und Festungswächter anders eingesetzt.

Durch das Projekt «Regionalisierung», das in enger Zusammenarbeit mit den 26 kantonalen Militärdirektionen ausgearbeitet wurde, gehen bis zu Jahr 2009 rund 1600 der heute 4000 Arbeitsplätze verloren. Dies soll sozialverträglich geschehen, wie der Chef Heer, Korpskommandant Jacques Dousse, in Bern erklärte.

Rationalisierung

Mit der Armeereform XXI müsse jeder Kanton ein Opfer leisten und auf ein militärisches Kommando oder eine Betriebsdirektion verzichten, sagte Dousse. Die Miliz bleibe jedoch in den Kantonen verankert.

Einzelne Zeughäuser und Waffenplätze wurden bereits zusammengelegt. Weitere Fusionen sind vorgesehen, um Verwaltungs-Strukturen einzusparen und die Arbeit zu rationalisieren.

Neue Führungsstruktur

Mit der Abschaffung von Armeekorps und der Divisionen werden Ausbildung und Führung neu strukturiert. Es werden vier Militärregionen, neun Brigaden und acht Lehrverbände gebildet. Die Standorte der Schulen und Kommandostellen wurden neu festgelegt.

Statt 130 Aushebungs-Standorte wird die Armee XXI die angehenden Armeeangehörigen in sechs Zonen mit je einem Zentrum rekrutieren. Diese sechs Zentren werden in Lausanne (VD), Sumiswald BE, Windisch AG, Rüti ZH, Mels SG sowie Willisau LU (Steinen ab 2008) mit Monte Ceneri (Losone ab 2006) eingerichtet.

Neue Aufgaben für Festungswächter

Das Festungswachtkorps hat nur noch 5000 statt 15’000 Führungs- und Kampfbauten zu betreuen. Dafür wurde es immer mehr mit Sicherheitsaufgaben an der Grenze und mit Botschaftsschutz betraut.

Das ganze «Regionalisierungs»-Dossier befindet sich laut Dousse noch in der Planungsphase. Definitive Entscheide seien erst nach der Verabschiedung des Armeeleitbildes XXI durch das Parlament möglich.

swissinfo und Agenturen

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