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Geberit steigert Marge im ersten Quartal auf hohem Niveau weiter

Keystone-SDA

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat im Startquartal 2026 in Lokalwährungen mehr Umsatz erzielt. Die Gewinnmarge wurde auf hohem Niveau noch einmal etwas ausgebaut.

(Keystone-SDA) Der Umsatz ging in den Monaten Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,7 Prozent auf 873 Millionen Franken zurück, wie Geberit am Dienstag mitteilte. Werden indes die negativen Währungseffekte ausgeklammert, ergab sich ein organisches Plus von 3,4 Prozent. Nach einem organischen Wachstum im vierten Quartal 2025 von 6,4 Prozent hat sich damit das Wachstumstempo verlangsamt.

Die Zunahme sei auf Volumenwachstum – trotz kaltem Wetter in Nordeuropa im Januar und Februar und Vorzieheffekten beim Grosshandel im Dezember des Vorjahres – sowie auf Preiseffekte zurückzuführen, heisst es zum Geschäftsverlauf. Regional gesehen zogen die Umsätze in Europa sowie in der Region Nahost/Afrika an, wogegen sie in den Regionen Fernost/Pazifik – vor allem wegen China – sowie Amerika zurückgingen.

Die operativen Margen stiegen infolge des Wegfalls von Einmalkosten aus dem Vorjahr deutlich an und waren dank der natürlichen Währungsabsicherung nur leicht durch die negativen Währungseffekte beeinflusst. So erhöhte sich der operative Gewinn (EBITDA) um 2,3 Prozent auf 283 Millionen Franken und damit überproportional zum Umsatz. Entsprechend zog auch die dazugehörende Marge um 1 Prozentpunkt auf 32,5 Prozent. Sie blieb damit einmal mehr deutlich über dem angestrebten Zielkorridor von 28 bis 30 Prozent.

Der Reingewinn legte um 4,5 Prozent auf 196 Millionen zu. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten beim Umsatz erreicht, beim Gewinn indes übertroffen.

Einschätzung der Lage unverändert

Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr macht Geberit wie üblich zu dieser Zeit im Jahr noch nicht. Die Einschätzungen für 2026 haben sich seit der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 im März indes nicht verändert.

Demnach wird für das Gesamtjahr 2026 in Europa ein insgesamt leichtes Marktwachstum, jedoch keine Erholung erwartet. Für das Geschäft mit Neubauten geht das Management von einer stabilen und für das Renovationsgeschäft – das rund 60 Prozent zum Umsatz beiträgt – von einer leicht positiven Entwicklung aus. Ausserhalb Europas wurde für die Bauindustrie mit einem gemischten Bild gerechnet, mit einer anhaltend starken Nachfrage etwa in Indien und einem Rückgang der Nachfrage in China.

Nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten seien allerdings die geopolitischen Risiken und die damit verbundenen makroökonomischen Unsicherheiten deutlich gestiegen, warnte Geberit. Die Markteinschätzung klammert daher mögliche, noch nicht abschätzbare Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Nachfrage der Bauindustrie ausserhalb der Golfregion im laufenden Jahr aus.

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