Weniger Ostereier gefärbt
Eier (meist gefärbt) gehören in der Schweiz zu Ostern. In diesem Jahr allerdings werden es fünf bis sieben Prozent weniger sein.
In der Zeit um Ostern kaufen die Schweizerinnen und Schweizer – gemäss Schätzung – rund 25 Mio. Schaleneier.
Die Erklärung, warum in diesem Jahr die Eierverkäufe an Ostern zurückgingen, liefert Alois Mettler, Sprecher von Gallosuisse, der Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten: «Das liegt vermutlich daran, dass die Festtage heuer so früh sind und die Leute sich noch nicht darauf vorbereitetet haben.»
Pech für ältere Hennen
Nach Ostern folgt der nächste Einbruch. Die Nachfrage nach Eier sinkt gemäss Mettler über den Sommer um 10 bis 20%. Dementsprechend müssen die Lieferanten auch ihre Produktion drosseln.
«Ältere Hennen werden darum geschlachtet», sagt Mettler. Jüngeren Hühnern wird, damit sie nicht mehr so viel Eier legen, eine «Winterpause» gegönnt. Alois Mettler: «Das geschieht mit einer Fastenkur oder einer künstlichen Verkürzung der Tage». Auf diese Winterpause werde heute allerdings aus Rentabilitäts-Gründen immer häufiger verzichtet.
Die Hühner legen nämlich nach einer Pause grössere Eier mit einer dünneren Schale. Diese seien nicht so gefragt. Der Markt wolle «Normeier». «Die grossen Eier werden dann zu Zweigprodukten verarbeitet und verlieren etwa zwei Drittel ihres Markt-Wertes», sagt Mettler.
Braune Eier haben dickere Schalen
Die Qualität der weissen und der braunen Eier ist gemäss Mettler gleichwertig. Die braunen Eier würden sich wegen ihrer dickeren Schale eigentlich besser zum Färben eignen.
In der industriellen Verarbeitung werden, da helle Farben auf der weissen Schale besser zur Geltung kommen, praktisch nur weisse Eier verwendet.
Weiter hätten Eier mit brauner Schale mehr Probleme mit Blutflecken auf dem Dotter. Diese entstünden bei kleinen Blutungen der Henne.
Schweiz im Mittelfeld
Die Schweiz liegt mit einem Verbrauch von 185 Eiern und Ei-Produkten pro Kopf und Jahr international im Mittelfeld. Den Spitzenplatz belegt Frankreich mit 265 Eiern, dicht gefolgt von den USA mit 259 Eiern. Es folgen Österreich, Russland und Dänemark.
Somit belegte die Schweiz im Jahr 2000 im internationalen Vergleich den neunten Rang, wie einer Statistik der International Egg-Commission zu entnehmen ist. Auf den hinteren Plätzen ist Indien mit einem Pro-Kopf-Konsum von lediglich 35 Eiern zu finden.
swissinfo und Agenturen
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