Gorillas und Schimpansen ziehen vorübergehend zu Novartis
(Keystone-SDA) Basel – Im Zoo Basel beginnt nach Ostern der grosse Affen-Umzug: Weil das Affenhaus umgebaut wird, müssen Gorillas und Schimpansen für mehr als ein Jahr ausquartiert werden. Eine vorübergehende Bleibe finden die Primaten in Räumlichkeiten des Pharmakonzerns Novartis.
Er sei «überglücklich», dass für die Unterbringung der Affen eine Basler Lösung gefunden wurde, sagte Zolli-Direktor Olivier Pagan vor den Medien. Die Affen können so auch im Exil in ihren Familien zusammenbleiben und vom vertrauten Personal des Zoo Basel betreut werden.
Für die Primaten mietet der Zolli von Novartis ein ganzes Stockwerk, das baulich bereits auf Tierhaltung ausgerichtet ist. Der Standort des Gebäudes bleibt auf Wunsch des Konzerns geheim. Novartis war in letzter Zeit in Zusammenhang mit Tierversuchen ins Visier militanter Tierschützer geraten.
In den Novartis-Räumen richtet der Zolli für seine Affen eigens Gitterkäfige ein. Den sieben Gorillas – zwei weitere gehen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Spanien – und den zehn Schimpansen steht mit je 150 Quadratmetern mehr Platz als im heutigen Affenhaus zur Verfügung, dafür ist die Käfighöhe mit 2.35 m etwas knapp.
Neben den Gorillas und den Schimpansen werden auch rund 30 Kleinaffen im Provisorium einquartiert. Begonnen wird mit dem Umzug in Etappen nach Ostern. Die sieben Orang Utans des Zolli haben ihre «Züglete» bereits hinter sich: Sie wurden Mitte Dezember nach Gelsenkirchen transportiert, wo sie auf einer neuen Anlage für zwei Jahre eine neue Heimat gefunden haben.
Für den Transport der Menschenaffen in die Novartis-Lokalitäten muss trotz der kurzen Distanz ein gleich grosser Aufwand betrieben werden wie für den Umzug nach Deutschland, wie es weiter hiess. So müssen sämtliche Tiere narkotisiert und in Transportkisten gelegt werden. Die Vollnarkose ermöglicht es, die Affen einem umfassenden Gesundheitscheck zu unterziehen.