Graubünden verzeichnet die meisten Logiernächte seit 15 Jahren
Der Kanton Graubünden hat im vergangenen Jahr so viele Touristen wie seit 15 Jahren nicht mehr beherbergt. Die Tourismusorganisation zählte 2025 rund 5,68 Millionen Logiernächte.
(Keystone-SDA) Die Zahl der Übernachtungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent. Das schrieb die Tourismusorganisation Graubünden Ferien am Mittwoch in einer Mitteilung. Es ist das beste Ergebnis seit dem Jahr 2010, als im Kanton Graubünden 5,8 Millionen Hotelübernachtungen gezählt wurden.
Gegenüber 2019 – dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie – beträgt das aktuelle Wachstum 8 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,57 Nächten dauert heutzutage deutlich kürzer als früher, heisst es in der Mitteilung weiter.
Knapp die Hälfte aller Übernachtungen verzeichnen die beiden Destinationen Engadin St. Moritz und Davos Klosters. 63 Prozent aller Logiernächte entfalle auf Gäste aus dem Inland. Davon stammt jede fünfte Person aus dem Kanton Zürich.
Wachstumstreiber für den Tourismus in Graubünden seien gegenwärtig jedoch die Gäste aus dem Ausland. Eine steigende Nachfrage verzeichne man aus den Ländern USA, Grossbritannien, Brasilien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China, Japan und Indien. Unsicher blieben jedoch globale, vor allem wirtschaftspolitische Entwicklungen, die jederzeit starken und direkten Einfluss auf die Reisebranche haben könnten.