Hauptbeschuldigte schweigen im Junge-Tat-Prozess in Zürich
Die beiden Hauptbeschuldigten im Prozess gegen Mitglieder der "Jungen Tat" in Zürich haben am Freitagmorgen die Aussage verweigert. Den Anhängern der rechtsextremen Gruppierung werden gleich mehrere Delikte vorgeworfen.
(Keystone-SDA) Den insgesamt sechs Beschuldigten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Besetzung eine Reihe von Straftaten begangen zu haben. Im Zentrum des Verfahrens stehen die beiden Anführer Tobias Lingg (23) und Manuel Corchia (25), die in der Öffentlichkeit regelmässig mit Namen und Gesicht für die Organisation auftreten. Beide verweigerten während ihrer Befragung die Aussage.
Der Gerichtssaal am Bezirksgericht Zürich ist mit Medienschaffenden und Publikum gefüllt. Vor Verhandlungsbeginn versammelten sich vor dem Gericht zudem rund 100 Personen, die gegen Rechtsextremismus protestierten.
Zu den wichtigsten Vorwürfen der Anklage gehört eine Aktion während eines Pride-Gottesdiensts im Juni 2022. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als Diskriminierung und Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit.