75’000 feiern Trachtenleute in Schwyz
Das dreitätige Eidgenössische Trachtenfest hat in Schwyz mit dem grossen Festumzug geendet, der von rund 45'000 Liebhaberinnen und Liebhaber des Brauchtums gesäumt wurde.
Der Umzug startete nicht mit Trachten, sondern mit zum Alpaufzug geschmückten Kühen. Dann folgten, unterstützt von Fahnenschwingern und Musikgruppen, Trachtenformationen aus allen Kantonen und zeigten die ganze Vielfalt dieser Volkskultur.
Teilweise führten die Gruppen aufwändig gestaltete Wagen mit. Die Willisauer beispielsweise ein Pfahlbauerhaus. Die Genfer zeigten sich mit ausländischen Trachten international, bei den Freiburgern kontrastierte die städtische Kleidung mit derjenigen der bärtigen Greyerzer.
Die Trachtenkultur mache die Wurzeln sichtbar, sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard am offiziellen Festakt Sonntagmorgen. Die Aargauerin war in einer Freiämter Tracht nach Schwyz gekommen. Mit dem Brauchtum würden auch Werte gepflegt, auf denen die Schweiz mit ihren vielfältigen Kulturen aufbaue.
Die Bundespräsidentin wand den Trachtenleuten ein Kränzchen. Ihr Antrieb sei bei der Pflege ihres Brauchtums die Freude und nicht der persönliche Profit. Gäbe es mehr solche Menschen in den Chefetagen oder in Bundesbern, würde sich manches Problem rascher und mit weniger Gepolter lösen, sagte sie unter dem Applaus der Festgemeinde.
Über das ganze dreitägige Fest zählten die Veranstalter total 75’000 Besucherinnen und Besucher. Erwartet worden waren 50’000 bis 80’000 Personen. Das Eidgenössische Trachtenfest findet nur alle zwölf Jahre statt. Letzter Austragunsort war 1998 Bern.
swissinfo.ch und Agenturen
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