Au coeur de l’Algérie: Foto-Ausstellung von Michael von Graffenried in Algier
Auf Einladung der Fondation Mohamed Boudiaf zeigt der in Paris lebende Berner Fotograf Michael von Graffenried in Algier seine Schwarzweiss-Bilder des algerischen Bürgerkriegs.
Auf Einladung der Fondation Mohamed Boudiaf zeigt der in Paris lebende Berner Fotograf Michael von Graffenried in Algier seine Schwarzweiss-Bilder des algerischen Bürgerkriegs.
Die seit 1991 entstandenen Bilder wurden bereits in einem Buch publiziert (Bild aus «Algerien, der unheimliche Krieg», Benteli Verlag) und in mehreren Ländern ausgestellt. So in der Schweiz, in Frankreich, in den USA, jedoch noch nie in Algerien. Mit der Eröffnung der Ausstellung «Au coeur de l’Algérie» am 16. Januar schliessen die Bibliothèque Nationale und die Galerie Isma Riadh el-feth in Algier diese Lücke.
Der 43-jährige Von Graffenried zeigt dort über 100 Bilder, die er vorwiegend mit einer Widelux-Panoramakamera gemacht hat. Ohne durch den Sucher zu blicken hat er so den Alltag des Bürgerkrieges unbemerkt fotografieren können. Er hat die Bilder den Menschen «gestohlen», wie er sagt. Aber auch sein Äusseres, das ihn nicht sofort als Fremden verrate, gebe ihm die Möglichkeit, ungestört zu arbeiten, in einem Land in dem Journalisten in ständiger Gefahr leben.
Unterstützt wird die Ausstellung von Fatiha Boudiaf, der Witwe des 1992 ermordeten Präsidenten Mohamed Boudiaf. Die Ausstellung in der Nationalbibliothek dauert bis zum 1. März, in der Galerie Isma Riadh el-feth bis zum 23. Januar.
SRI und Agenturen
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