Bund will Italienisch aufwerten
Die Schweizer Regierung will vermehrt darauf achten, dass Italienisch als Amtssprache nicht zu kurz kommt. Der Bundesrat fasst dazu gezielte Massnahmen ins Auge.
Mit dem Bekenntnis zur dritten Landessprache nach Deutsch und Französisch reagiert der Bundesrat auf ein Schreiben der Tessiner Kantonsregierung, in dem diese die Behandlung des Italienischen in öffentlichen Institutionen als «problematisch» beurteilte.
Bemängelt wurde ferner, dass die italienischsprachige Schweiz innerhalb der Bundesverwaltung latent untervertreten sei.
In ihrer Antwort versichert die Landesregierung, dass sie der italienischen Sprache auch in Zukunft einen gebührenden Platz innerhalb der Mehrsprachigkeit der Schweiz zukommen lasse.
Der Bundesrat will deshalb im Rahmen der Ausführungsbestimmungen zum neuen Sprachengesetz gezielte Massnahmen prüfen. Damit sollen Mängel bei der Verwendung des Italienischen als Amtssprache beseitigt werden.
Die Tessiner Kantonsregierung machte ihren Vorstoss 2008, im UNO-Jahr der Sprachen.
Mehr
Vielsprachigkeit
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch