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Glanzstück des Traum-Paars

Die Beziehungskomödie kam beim Publikum sehr gut an. Keystone

Die deutschsprachige Theaterwelt hat am Dienstag gespannt nach Zürich geblickt, wo Christoph Marthaler am Pfauen Thomas Hürlimanns neue Komödie "Synchron" inszenierte.

Frunz ist Komödiendichter in permanenter Schreibkrise, Sibylle Schauspielerin, beide jobben in einem Synchronstudio für Pornofilme.

Während dort Orgasmen synchron ins Mikrofon gestöhnt werden, rollt das Paar die Geschichte seiner Beziehung in Rückblenden auf – einer Liebe, der Synchronizität nicht gelingen will, weil Gleichzeitigkeit nichts weiter ist als ein Mythos der Sexbranche.

Nie fühlen zwei dasselbe im selben Moment, und wenn, dann können sie es nicht ausdrücken, weil Erfahrung und Sprache nie deckungsgleich sind.

Selbst wenn es doch einmal so sein sollte, dann beruht die Gleichzeitigkeit auf Sinnestäuschung wie im Fall der Sennen, die auf jeder Alp die gleichen sind, oder der Neubauwohnungen, die sich so ähneln, dass man leicht im falschen Bett landet.

Absurde und bizarre Szenen

Anna Viebrock stellte ein schäbiges Mehrkabinen-Tonstudio als Einheitsbühnenbild zur Verfügung, Christoph Marthaler setzte Hürlimanns Vorlage mit seinen bekannt eigenwilligen Mitteln wie absurden Tänzchen und bizarren Mätzchen in Szene.

Die Verspieltheit des Regisseurs ging dabei eine erstaunlich homogene Verbindung mit Hürlimanns kluger Vorlage ein. Bibiana Beglau und Robert Hunger-Bühler als Sibylle und Frunz brillierten mit einem komödiantischen Parforce-Ritt. Das Publikum war begeistert.

swissinfo und Agenturen

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