Indische Meisterwerke unter dem Hammer
Ein Sarnath-Buddha aus der Sammlung des Coninx-Museums in Zürich gehört zu den Top-Losen der Versteigerung von altindischen Meisterwerken bei Christie's in New York.
Das Auktionshaus Christie’s versteigert am Freitag in New York Meisterwerke altindischer Herkunft. Als Top-Los mit dabei ist ein Sarnath-Buddha aus der Sammlung des Coninx-Museums in Zürich, wie der «Tages-Anzeiger» am Donnerstag berichtete.
Der im Katalog der Auktion angegebene Schätzwert beläuft sich auf 500’000 bis 800’000 Dollar. Der Händler Ulrich von Schroeder, der den Buddha 1949 dem Sammler Werner Coninx verkaufte, schätzt den Wert des Kunstwerks gar auf 5 Millionen Dollar.
In seiner kürzlich verfassten Expertise bezeichnet Schroeder den Buddha als «die bedeutendste buddhistische Skulptur in Europa und die bedeutendste buddhistische Skulptur weltweit, die je auf einer Auktion angeboten wurde».
Seine Einschätzung teilen auch andere Fachleute. Albert Lutz, Direktor des Zürcher Museums Rietberg, bestätigt, das Kunstwerk sei «das bedeutendste seiner Art in einer Schweizer Sammlung».
Unveräusserliches Hauptwerk?
Stefan Aschwanden, Direktor der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und ehemaliger Kurator des Coninx-Museums, bezeichnet den Buddha als «ein Hauptwerk» der Coninx-Sammlung.
Mit dem Verkauf der Skulptur missachte Ernst Hefti, Präsident des Stiftungsrats der Coninx-Stiftung, den Sammlerwillen des 1980 verstorbenen Werner Coninx, schreibt der «Tages-Anzeiger».
Behörde erlaubt Verkauf
Dem widerspricht Hefti. Die Stiftungsaufsichtsbehörde beim Eidgenössischen Department des Innern (EDI) in Bern habe seine eigene Einschätzung bestätigt, wonach «die asiatischen Bestände nicht zum Kern der Sammlung des Coninx-Museums» gehörten, sagt Hefti.
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