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KKL will mehr anspruchsvolle Veranstaltungen

Die Qualität der Darbietungen im KKL muss künftig dem hohen architektonischen und akustischen Standard gerecht werden. Keystone

Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) will in seinen Sälen nur noch qualitativ hochstehende Darbietungen dulden. Mit einer stärkeren Selektion und Kontrolle soll der Ruf des Hauses als erste Adresse gefestigt werden.

Das KKL sei etabliert und könne nun selbst bestimmen, was ins Haus komme und was nicht, erklärten Vertreter der Trägerstiftung am Donnerstag (29.06.) vor den Medien.

Die Trägerstiftung hatte im Mai die Managament AG übernommen, die von Beginn weg für die Vermietung des KKL zuständig war. Mit der Zusammenlegung soll ein geschlossenerer Auftritt erreicht werden.

Einfluss verstärken

Die Arbeitsgruppe Kultur, welche die Kulturpolitik des Hauses begleitet, will ihre Einflussnahmen verstärken. Das Gremium wurde deshalb mit Michael Häfliger (Internationale Musikfestwochen; IMF) und Niklaus Troxler (Jazzfestival Willisau) ergänzt.

Nur für Veranstaltungen, die in der Qualitätskontrolle mindestens drei von fünf Sternchen schaffen, soll das KKL noch gemietet werden dürfen.

Weiter müssen die Organisatoren die geplanten Billettpreise offenlegen. Minderwertige Veranstaltungen zu überrissenen Preisen dürfe es nicht mehr geben, sagte Verwaltungsrat Hans Kaufmann. Ziel sie, so viele qualitativ hochstehende Konzerte nach Luzern zu holen, dass es für Schlechtes schlicht keinen Platz mehr gebe.

Regionales weiter willkommen

Häfliger sagte, die Qualität der Darbietungen müsse mit dem hohen akustischen und architektonischen Standard des KKL übereinstimmen. Dabei gehe es nicht um Starkultur. Spannende regionale Kultur werde weiter ihren Platz im Haus haben.

Als weitere Massnahme zur Qualitätssteigerung plant die Trägerstiftung einen KKL-unabhängigen Fonds. Damit soll an vielversprechende, aber riskantere Projekte eine Defizitgarantie im Bonus-Malus-Prinzip geleistet werden.

Das vor gut zwei Jahren eröffnete KKL war von Beginn weg gut ausgelastet. Bemängelt wurde aber, dass zu viel Mindewertiges im Prestigebau Gastrecht erhalte und so dem Image des Hauses schade.

swissinfo und Agenturen

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