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Lückenlos von Bern nach Genf

Ab sofort ist die A1 zwischen Payerne und Yverdon für den Verkehr offen. Keystone

Das Herzstück des schweizerischen Nationalstrassen-Netzes, die Autobahn A1, ist mit Jahrzehnten der Verspätung durchgehend befahrbar. Mit der heutigen Eröffnung der Strecke von Payerne nach Yverdon ist das letzte Teilstück fertig. Die Broye erhofft sich von den 23 Kilometern zwischen Payerne und Yverdon einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Fertigstellung der A1 hat 40 Jahre gedauert. Der Bau hatte 1960 am Grauholz bei Bern begonnen. Dank dem letzten Teilstück der A1 steht neben der A12 jetzt eine zweite durchgehende Verbindung zwischen der Deutsch- und der Welschschweiz.

Sieben Minuten schneller in Genf

Mit der letzten Teilstrecke hat die Schweiz viel gewonnen: Nämlich 15 Kilometer. So viel spart ein Autofahrer ein, der von Bern nach Genf fährt und nicht mehr den Weg über Freiburg wählt, sondern den über Payerne. Bei 120 Stunden-Kilometern macht das sieben Minuten.

Bei Kosten von 1,3 Mrd. Franken kostet eine Minute Einsparung knapp 200 Mio. Franken.

Appetit auf noch mehr

Aber auch die Broye selber hat ihre Freude an Strassen und sonstigen Werken der Ingenieur-Kunst bereits unter Beweis gestellt. Zwei gut ausgebaute Kantons-Strassen führen beidseits der neuen Autobahn von Norden nach Süden.

Jahrtausende alte Kunstschätze

Dank dem Bau des letzten Autobahn-Teilstücks haben Archäologen wichtige Funde gemacht. Es geht teils um wahre Trouvaillen, die auf Tausende von Jahren zurückgehen.

Schmied mit Sinn fürs Schöne

«Vor 2’500 Jahren lebte ein Schmied in der Broye,» erzählt François Guex, Chef des Archeologie-Departements im Kanton Freiburg.» Dieser Handwerker war offensichtlich sehr geachtet. Und er musste eine Vorliebe für schöne Dinge haben. In seinem Wohnhaus fand man verschiedene griechische Keramiken aus der Gegend von Athen.»

Diese Keramiken sind nun im Zuge der archäologischen Ausgrabungen längs des letzten Autobahn-Teilstücks im Freiburgischen entdeckt worden. Laut François Guex bestätigt diese Entdeckung, dass die Südseite des Neuenburgersees eine Transitzone zwischen Ost und West war.

Reise in mehrere Epochen

Die Ausgrabungen gehen vor allem auf das Bronze-Zeitalter zurück, aber auch auf die römische Epoche. Oft bietet ein- und derselbe Standort eine Reise durch mehrere Epochen zugleich. So zum Beispiel Bussy in der Gegend von Payerne, wo die Archeologen Bezugspunkte aus prähistorischer Zeit bis zum Mittelalter geschaffen haben.

Spuren menschlicher Ansiedlung

François Guex unterstreicht die Tatsache, dass mit der breitangelegten Untersuchung der Beweis menschlicher Ansiedlungs-Punkte in der Gegend erbracht worden sei. Punktuelle Grabungen hätten keinen Gesamtüberblick ermöglicht. Ausserdem sei bis heute das eiserne Zeitalter vielmehrr dank den Nekropolen bekannt gewesen.

swissinfo und Agenturen

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