Militärunfall: Viertes Opfer tot aufgefunden
Ein weiteres Opfer des Bootsunfalls der Schweizer Armee ist am Samstag in der Kander im Berner Oberland tot aufgefunden worden. Dies meldete die Seepolizei des Kantons Bern. Ein Mann bleibt weiterhin vermisst.
Die Leiche wurde nicht weit entfernt vom Unfallort gefunden. Die Bergung am Samstagabend gestaltete sich schwierig und dauerte mehrere Stunden. Nach mehreren Versuchen musste ein Taucher an einem Pneukran über die Fundstelle gehievt werden.
Damit bleibt drei Tage nach dem tragischen Unfall mit vier Toten noch ein Armeeangehöriger vermisst. Die Suchkräfte gehen davon aus, dass der Mann in den Thunersee geschwemmt wurde.
Beim Unfall am Donnerstag waren ausserdem fünf Personen verletzt worden. Die zehn Männer waren zur Teambildung für Kader mit zwei Booten auf den Fluss gegangen.
Gegen den Kompaniekommandanten der verunglückten Armeeangehörigen, der verletzt wurde, ist am Samstag eine Voruntersuchung eingeleitet worden. Es bestehe der Verdacht auf allfällige mehrfache fahrlässige Tötung und allfällige mehrfache Körperverletzung, hiess es von der Militärjustiz.
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