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Museum für Gestaltung in Zürich zeigt: Der Gehilfe – Vom Dienstboten zum Service-Design

Das Museum für Gestaltung in Zürich bietet derzeit einen erlebnisreichen Gang durch die Welt der Hausdienste der letzten hundert Jahre. Die Ausstellung Der Gehilfe - Vom Dienstboten zum Service-Design ist mit vielen Überraschungen gespickt.

Das Museum für Gestaltung in Zürich bietet derzeit einen erlebnisreichen Gang durch die Welt der Hausdienste der letzten hundert Jahre. Die Ausstellung «Der Gehilfe – vom Dienstboten zum Service-Design» (26.02.-21.05.2000) ist mit vielen Überraschungen gespickt.

Dienstmädchen stehen für Auskünfte zur Verfügung oder bitten die Besucher zum Tee; ein Männerchor singt vierstimmig Volkslieder, Produkteverkäuferinnen führen die erste und einzige vollautomatischen Anbauküche der Welt vor, oder – der grösste Gag – Anita und Conny bereiten das Publikum eingangs mit Gymnastik auf einen lockeren Ausstellungsbesuch vor.

Wer in den Genuss dieser Aktionen kommen will, ist aufgefordert, sich jeweils mittwochs (18.30 bis 20.30 Uhr) oder sonntags (15 bis 17 Uhr) im Museum einzufinden. Mitglieder der Theater Hochschule Zürich stehen in diesen Zeiten zu Diensten.

Abgesehen von diesen «Sonder-Aktionen» bleibt den Besuchern der Ausstellung der Gang durch die Welt der Dienstboten und technischen Gehilfen bis hin zum Service-Design. In einem Diaraum stehen die klassischen Dienstboten, vor allem die Dienstmädchen, wie sie noch zu Beginn des Jahrhunderts anzutreffen waren, im Mittelpunkt. Dias dokumentieren ihre Arbeit, Freizeit und Mode.

Im einem anderen Ausstellungsraum ist die vollautomatische, vom deutschen Designer Hasso Gehrmann um 1970 entwickelte Anbauküche «technovision II» (Bild) zu besichtigen. Mit ihrer aus heutiger Sicht hässlichen Funktionalität lohnt schon sie allein den Besuch der Schau.

Wäre die Küche je industriell produziert worden, wären Hausfrauen in der Lage gewesen, mit Knopf- oder Pedaldruck auf kleinstem Raum alle möglichen Geräte in Gang zu setzen: Grill, Herd, Kaffeemühle, Geschirrspülmaschine oder Allesschneider.

Mit dieser Küche schafft die Ausstellung den Sprung vom klassischen Dienstboten zum modernen Haushaltgerät. Weitere Beispiele, wie sich die Hausfrau oder der Hausmann mit Hilfe technischer Errungenschaften im Laufe des 20. Jahrhunderts vom menschlichen Dienstboten emanzipierten, folgen Schlag auf Schlag.

Eine elektrische Bügelmaschine, ein elektrischer Teezubereiter und schliesslich verschiedenste Staubsauger zeugen vom Willen des modernen Individuums, ohne menschliche Hilfe mit den Tücken des Haushaltens fertig zu werden. Bis heute sind die Träume nicht ausgeträumt. Prototypen von Staubsaugern oder Rasenmähern erledigen ihre Arbeit vollautomatisch, wie aktuelle Werbefilme suggerieren.

Neben den Dienstboten und den technischen Haushalthilfen widmet sich die Ausstellung dem Service-Design. Gezeigt werden die vielfältigen Servicefacetten rund um das Thema «Wäsche waschen.

SRI und Agenturen

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