Pressefreiheit in Gefahr
Am Internationalen Tag der Pressefreiheit sorgt sich der Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) über wiederholte Verletzungen der Pressefreiheit weltweit und in der Schweiz. Er betont eine wahre Demokratie sei ohne wirklich freie Presse undenkbar.
Die Pressefreiheit sei Garantin und Eckpfeiler jeder wahren Demokratie und dürfe keinesfalls eingeschränkt werden, schreibt der SVJ zum 11. Internationalen Tag der Pressefreiheit. Laut «Reporters sans Frontières» wurden im Jahr 2000 weltweit 32 Journalistinnen und Journalisten auf Grund ihres Berufs getötet, 329 verhaftet und 510 angegriffen oder bedroht. In diesem Jahr seien bereits 4 Journalisten getötet worden, während sich 84 in Haft befinden.
Die Zahlen zeigten auf, dass die Pressefreiheit in vielen Ländern nicht respektiert werde. Insbesondere in Burma, China, Iran, Äthiopien, Russland und der Ukraine werde die Pressefreiheit weitgehend ungestört mit Füssen getreten, schreibt der SVJ weiter.
Pressefreiheit auch in Schweiz ein Thema
Auch in der Schweiz laufe die Pressefreiheit Gefahr, ausgehöhlt zu werden. Die redaktionelle Unabhängigkeit werde durch wirtschaftliche Macht-Strukturen eingeschränkt. Anlässlich des diesjährigen Weltwirtschafts-Forums in Davos seien Presseleute durch Ordnungskräfte bewusst in der Ausübung ihrer Arbeit behindert worden.
swissinfo und Agenturen
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