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Sammler Corboud möchte im Namen von Museum verewigt werden

Der Schweizer Kunstsammler Gerard Corboud will nach einem Urlaub in Florida im Februar 2000 endgültig entscheiden, ob seine umfangreiche Gemäldesammlung nach Köln geht. Ein Faktor sei dabei, ob das Museum nach ihm benannt werde, sagte Corboud.

Der Schweizer Kunstsammler Gerard Corboud will nach einem Urlaub in Florida im Februar 2000 endgültig entscheiden, ob seine umfangreiche Gemäldesammlung nach Köln geht. Ein Faktor sei dabei, ob das Museum nach ihm benannt werde, sagte Corboud. Ein Angebot sei, das Haus in Wallraf- Richartz-Corboud-Museum umzubenennen. «Man muss sehen, ob den Worten auch Taten folgen», meinte er.

Die Sammlung des Schweizers umfasst mehr als 160 Gemälde des Impressionismus und Pointillismus aus den Jahren 1885 bis 1905. Darunter seien Werke von van Gogh, Seurat, Matisse, Renoir, Gauguin und Cezanne, sagte Corboud. Der Versicherungswert liege bei über 200 Millionen Dollar. Nach Angaben des Sammlers sind auch Schweizer und französische Museen sehr an seiner Kollektion interessiert. Einige hätten angeboten, einen Flügel des jeweiligen Hauses nach ihm zu benennen. «Ich tendiere aber nach Köln, weil meine Frau Kölnerin ist», sagte Corboud. Er selbst habe jahrelang dort gelebt und sei mit Rainer Budde, dem Direktor des Wallraf-Richartz-Museums, befreundet. Der Sammler gehört auch dem Stiftungsrat des Museums an. Der wohlhabende Industrielle kümmert sich seit 25 Jahren praktisch nur noch um seine Sammlung. In diesen Tagen will er in Palm Beach zwei weitere Gemälde kaufen. Mit der Dauerleihgabe an ein Museum will er sicherstellen, dass sein Lebenswerk zusammenbleibt.

«Ich möchte nicht, dass die Sammlung nach meinem Tod in alle Winde zerstreut wird», sagte Corboud. Mehr als 70 Bilder seien bereits in Köln, weitere 70 in seinem Haus am Lac Léman. Der Mäzen hat bei seiner Kunstförderung die Öffentlichkeit immer gescheut. Gemälde aus seiner Sammlung, die als Leihgaben in den wichtigsten Museen der Welt zu sehen sind, tragen immer nur die Kennmarke «aus Privatbesitz». «Wenn man bekannt ist, wird man von Galeristen überrannt», sagte der Sammler.

SRI und Agenturen

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