Schweiz unterstützt TV-Beiträge für Kinder in Afrika
Mit Schweizer Unterstützung sollen afrikanische Filmemacher kindergerechte TV-Produktionen herstellen können. Solche Produktionen sollen - eine Art Premiere für diesen Erdteil - den lokalen Fernsehanstalten zu Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen des Programms «Afrika und Pinocchio» sollen acht Fernsehfilme in der Länge von je 26 Minuten gedreht werden. Die Lausanner Stiftung «Focal», die in der Weiterbildung im Bereich Kino und Audiovisuelles tätig ist, und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützen das Projekt, indem sie die Ausbildung von Produzenten und Drehbuchautoren finanzieren.
Im frankophonen Afrika gibt es nur sehr wenige Hersteller von TV- Produktionen für Kinder. So stammen praktisch alle der in afrikanischen Ländern gezeigten Trickfilme aus dem Ausland, so vor allem aus den Walt-Disney-Studios.
«Die afrikanischen Kinder finden ihre Kultur in den Bildern aus Hollywood nicht», erklärte am Montag (08.05.) Toni Linder von der DEZA. Linder weiss, wovon er spricht, hat er doch vor kurzem in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein Seminar für das Schreiben von Drehbüchern und die Herstellung von kindergerechten Beiträgen geleitet.
Die Produktion «Afrika und Pinocchio» soll die Herstellung von Kinderfilmen in Afrika professionalisieren, vor allem im Bereich von Spielfilmen. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit von afrikanischen Produktionen verbessert werden. Zugleich soll zwischen Künstlern und Geldgebern aus Afrika und Europa ein Netz geknüpft werden.
swissinfo und Agenturen
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