Schweizer Werbekampagne für die Expo 2000 Hannover lanciert
Zehn Wochen vor der Eröffnung hat die "Expo 2000 Hannover" am Mittwoch (22.03.) in Zürich ihre Schweizer Werbekampagne lanciert. Die Schweiz will sich in Hannover mit dem Pavillon "Klangkörper" (Bild) als weltoffenes Land präsentieren.
Zehn Wochen vor der Eröffnung hat die «Expo 2000 Hannover» am Mittwoch (22.03.) in Zürich ihre Schweizer Werbekampagne lanciert. Die Schweiz will sich in Hannover mit dem Pavillon «Klangkörper» (Bild) als offenes Land präsentieren und sich der Welt näher bringen.
«Die Schweizerinnen und Schweizer sollen stolz sein, wie sich ihr Land an der Weltausstellung in Hannover zeigt», sagte Ruth Grossenbacher, Expo-Generalkommissarin in der Schweiz, am Mittwoch an einer Medienkonferenz mit Expo-Verantwortlichen aus Deutschland.
Der Auftritt mit der Holzkonstruktion «Klangkörper Schweiz» soll zu einem sinnlichen Ereignis werden. Architektur und Gastronomie, Klang und Wort, Dienstleistungsort und Treffpunkt für Gespräche sollen im Pavillon zu einem Ganzen zusammengeführt werden.
Der Pavillon besteht aus aufgestapeltem Holz. Auf den ersten Blick wirkt das Werk des Schweizer Architekten Peter Zumthor wie ein grosses Holzlager mit je 50 Meter langen und breiten sowie sieben Meter hohen Stapelwänden. Weil durch das Stapeln begehbare Zwischenräume entstehen, ist der Pavillon nach allen Seiten hin offen.
Damit will sich die Schweiz als weltoffenes Land präsentieren. In Hannover gehe es auch um das Image und die Stellung der Schweiz in der Welt, sagte Generalkommissarin Grossenbacher. Die Schweiz wolle an der Expo eine starke Präsenz markieren, um sich der Welt näher zu bringen.
Zum Expo-Leitthema «Mensch – Natur – Technik» leiste die Schweiz einen bedeutenden und unverzichtbaren Beitrag, der weltweit Beachtung finden werde, sagte Birgit Breuel, die deutsche Generalkommissärin der Weltausstellung. Dank der Pflege und Bewahrung einzigartiger Naturräume und der demokratischen Tradition nehme die Schweiz einen bedeutenden Platz in Europa ein.
Deutschland will sich zehn Jahre nach der Wiedervereinigung als weltoffene Kulturnation und als moderner Wirtschaftsstandort zeigen. Die Weltausstellung werde allerdings keine Leistungsschau technischer Superlative sein, sagte Breuel. Sie soll Möglichkeiten aufzeigen, «wie der Mensch mit einer Technik, die ihm zu dienen hat, ein neues Gleichgewicht mit der Natur finden kann.»
Die Präsentationen der über 180 Länder und internationalen Organisationen, der Themenpark mit elf visionären Einzelausstellungen, das Kultur- und Ereignisprogramm mit mehr als 12’000 Veranstaltungen sowie die rund 800 weltweiten konkreten Projekte sind die vier Säulen der Weltausstellung in Hannover.
Unter den bereits funktionierenden wegweisenden Projekten, die in das Expo-Programm eingebunden sind, befinden sich auch zehn aus der Schweiz, so zum Beispiel das Mobilitätsmanagement des Zürcher Verkehrsverbunds.
Die erste Weltausstellung in Deutschland wird am 1. Juni eröffnet und wird bis zum 31. Oktober dauern. Die Organisatoren erwarten rund 40 Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.
swissinfo und Agenturen
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