The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

«Tate Modern» im Beisein von Bundesrätin Dreifuss eröffnet

Die beleuchtete "Tate Modern" mit dem "Swiss Light" Keystone

Königin Elisabeth II. hat am Donnerstag (11.05.) in London die von den Basler Architekten Herzog & de Meuron konzipierte Tate Gallery of Modern Art offiziell eröffnet. Unter den geladenen Gästen war Bundesrätin Ruth Dreifuss.

Die Eröffnung fand zu Trompetenklängen und vor 2’000 Gästen statt. Zu Füssen der von der französischen Künstlerin Louise Bourgeoise gestalteten Riesenspinne «Maman» enthüllte Her Majesty im immensen Turbinensaal des ehemaligen Bankside Kraftwerks per Knopfdruck eine Gedenktafel.

Bundesrätin Dreifuss betonte in der anschliessenden Medienkonferenz die Wichtigkeit dieser Londoner «Powerstation of Art». Sie zeigte sich glücklich über «die vielen Schweizer Beiträge» zur Tate Modern, was zeige, dass «dieses kleine Land viel zu bieten habe.» Neben den Architekten sind Schweizer Mäzene, Schweizer Künstler und Kunstsammler am Tate-Projekt beteiligt.

Der einzige offizielle Schweizer Beitrag sei das «Swiss light», die von der Regierung finanzierte Lichtkrone auf dem Hochkamin, sagte Dreifuss: lediglich «die Kirsche auf dem Kuchen».

Die Bankside Powerstation war 1962 bereits von Elisabeth II. eingeweiht worden, musste aber nach kaum 20 Jahren bereits wieder geschlossen werden. Am Donnerstag ging nun das von Herzog & de Meuron transformierte Industriemonument am südlichen Themseufer als neue Dependence der Tate Gallery in Betrieb.

Kultur-Kraftwerk

Der Um- und Neubau der Tate Modern kostete rund 345 Millionen Franken und wird die Tate-Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts beherbergen. «Es ist unser bisher grösstes, komplexestes und aufregendstes Projekt», sagte Jacques Herzog schon vor der Eröffnung

Herzog & de Meuron haben den monumentalen Ziegelsteinbau mit dem markanten Industriekamin anhand einiger Eingriffe und Zusätze zum Kulturraum konvertiert. Am sichtbarsten sind der «lightbeam», der gläserne Dachaufbau, der in der Nacht erleuchtet ist, sowie die gigantische Rampe, die sich vom Eingang in die Mitte des Turbinensaals senkt.

Der mit Brücken und Lichtbalkonen stark veränderte Innenraum des ehemaligen Kraftwerks bietet auf sieben Levels Platz für verschiedene Ausstellungsräume, für Seminar- und Filmprojektionsräume, Cafés und Lounges. Auf dem obersten 7. Stock wurde ein Restaurant mit Panorama-Blick über den gesamten Themseraum eingerichtet.

Galanight

Die Tate Modern erwartet mehr als zwei Millionen Besucher pro Jahr. Die Anziehungskraft des neuen Museums soll auch dem umliegenden, stark vernachlässigten und verarmten Stadtteil Southwark zu Gute kommen. Der direkte ökonomische Nutzen für die Stadt wird auf jährlich 50 bis 90 Millionen Pfund und rund 2’400 neue Arbeitsplätze berechnet.

Auf die offizielle Eröffnung durch die Queen folgte eine Galanight am Donnerstagabend mit rund 4’000 grösstenteils illustren Gästen: Am Freitag (12.05.) findet die Eröffnung für das Publikum statt.

The Swiss Light

Die Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) finanzierte die Installierung des Lichtkranzes «The Swiss Light» auf dem Kamin der neuen Tate Modern.

Der 300 000 Pfund (rund 800 000 Franken) teure Lichtkranz wurde vom Büro Herzog & de Meuron in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler Michael Craig-Martin entworfen. Das weitherum sichtbare «Swiss Light» soll die Schweizer Präsenz in der Weltstadt unterstreichen.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft