«Visions du réel» mit mehr Publikum
Zum Abschluss des Dokumentar-Film-Festivals in Nyon wurde am Samstag Abend der griechische Beitrag "To spiti tou Kain" ("Im Hause Kains") von Christos Karakepelis mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.
Der prämierte Film porträtiert sieben Menschen, die getötet haben. Sechs sitzen im Gefängnis, der siebente hat seine Strafe bereits abgesessen. Der Film stellt die existenzielle Frage nach der Gewalt und ihrer Sanktion. Der Hauptpreis in Nyon ist mit 15’000 Franken dotiert.
Die weiteren Preise im offiziellen Wettbewerb gehen an den kanadischen Film «Life Without Death» von Frank Cole, der seine einjährige Sahara-Durchquerung auf Kamelen dokumentiert, sowie den französischen Beitrag «En attendant Jésus, L’évanglie selon les Papous» von Thomas Balmès, der die Missionsarbeit auf Papua-Neuguinea kritisch beleuchtet.
Mehr Zuschauer
Das Publikum vergab seinen Preis an den 16-minütigen lithauischen Kurzfilm «Viena» («Allein») von Audrius Stonys.
Im Wettbewerb der Erstlingsarbeiten vorbehaltenen Sektion «Regards neufs» wurden der deutsche Film «Danach hätte es schön sein müssen» von Karin Jurschick, und der französische Beitrag «Derrière les façades» von Maïa Gardès ausgezeichnet. Die Schweiz ging trotz guter Beteiligung leer aus.
Das Festival hat mit 18’500 Zuschauern erneut mehr Besucherinnen und Besucher angezogen. Insgesamt 48 kürzere und längere Dokumentarfilme waren in den beiden Wettbewerben zu sehen. Insgesamt zeigte Nyon rund
100 Dokumentarfilme.
swissinfo und Agenturen
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