Lampedusa benennt Migranten-Pier nach Papst Franziskus
Papst Leo XIV. hat während seines Besuchs auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa eine Gedenktafel für seinen Vorgänger Franziskus gesegnet, nach dem ein zentraler Ankunftsort von Mittelmeer-Migranten künftig benannt wird. Der bisher Molo Favaloro genannte Pier wird künftig Molo Papa Francesco heissen. Mit diesem Schritt soll an das Engagement des verstorbenen Papstes für Flüchtlinge erinnert werden.
(Keystone-SDA) Der Pier ist einer der symbolträchtigsten Ankunftsorte für Migranten im zentralen Mittelmeer. An dem rund 150 Meter langen Landungssteg gehen seit Jahren Menschen an Land, die die gefährliche Überfahrt über das Meer überlebt haben. Entweder erreichen die Boote ihn aus eigener Kraft oder Hilfsschiffe bringen im Meer aufgelesene Menschen dorthin.
Papst traf mehrere Migranten aus dem Hotspot
Leo segnete die Gedenktafel mit der Aufschrift: «Molo Papa Francesco – ein Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit». Er hielt danach kurz inne und grüsste Migranten, die Medienberichten zufolge für den Besuch des Papstes aus dem Aufnahmelager der Insel, dem sogenannten Hotspot, zum Pier gebracht wurden. Dort werden Migranten, die an dem Pier erstmals europäischen Boden betreten, unmittelbar nach ihrer Ankunft hingebracht.
Zuvor besuchte das Oberhaupt der katholischen Kirche den Friedhof von Lampedusa, wo er an die Menschen erinnerte, die im Meer ums Leben gekommen sind. Anschliessend besuchte er das Denkmal Porta d’Europa. Am Vormittag feiert er eine Messe, bevor er mittags zurück nach Rom fliegt.