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Bieler Curler können Salt Lake City planen

Die Bieler Curler haben die Erforderungen für eine Reise nach Salt Lake City erfüllt. Keystone

Nach zwei weiteren Siegen - 8:7 gegen Dänemark und 9:4 gegen Deutschland - an den EM in Vierumäki (Fi) haben die Curler von Biel-Touring ihr erstes Ziel erreicht.

Sie schafften die letzte Seleketionshürde für die Olympischen Spiele. Die Vorgabe war der 7. Rang; den haben die Bieler im Minimum auf sicher.

Das Schweizer Frauenteam dagegen bezog mit 3:7 gegen Dänemark die dritte Niederlage im vierten Spiel und muss sich noch erheblich steigern, um den Olympia-Richtwert – Platz 6 unter acht Teams – zu erfüllen.

Die Curler von Biel-Touring GATE treten in Finnland weiterhin sehr gefestigt auf und sind auf gutem Weg, wie schon an den Weltmeisterschaften in Lausanne die Medaillenspiele zu erreichen. Gegen die Dänen glückte ihnen die Revanche für den verlorenen EM- Halbfinal vor einem Jahr.

Dabei glänzte erneut Skip Andreas Schwaller, dem viele gute Steine glückten. Den einzigen wirklichen Fehlversuch hatte der 31-jährige Solothurner just mit dem letzten Stein im 10. End. Die unmittelbare Folge davon war, dass die Dänen mit einem Zweierhaus zum 7:7 ausglichen und ein Zusatzend erzwangen.

Dort wiederum nutzten die Schweizer den Vorteil des letzten Steins souverän. Die Dänen gehören zu den konstantesten Teams in Europa, müssen in Vierumäki bislang aber auf den verletzten Stammskip Ulrik Schmidt verzichten. An seiner Stelle skipt Lasse Lavrsen, der normalerweise als Nummer 3 spielt.

Gegen die Deutschen, die mit dem Team Oberstdorfer Team von Sebastian Stock vertreten sind, schafften die Bieler nach einem 1:4- Rückstand nach vier Ends eine totale Wende. Gegen Schluss steigerten sie sich in einen veritablen Spielrausch und «stahlen» in den letzten drei Ends nicht weniger als sieben Steine.

Prekäre Lage

Für das Team von Bern AAM um Skip Luzia Ebnöther wird die Situation allmählich prekär. Das bereits für die Halbfinals qualifizierte Spitzentrio Dänemark/Deutschland/Schweden ist mit je vier Siegen ausser Reichweite.

Frei ist nur noch der vierte Halbfinalplatz, um den unter anderem auch die zurzeit mit der Schweiz punktgleichen Norwegerinnen um Dordi Nordby (Europameister 1999) kämpfen. Das direkte Duell Schweiz – Norwegen steht am Dienstagabend im Programm. Zuletzt standen sich die beiden Teams im April 2000 in Glasgow im WM-Halbfinal gegenüber; damals siegten die Bernerinnen mit einem spektakulären letzten Stein von Luzia Ebnöther.

Wie die Niederlage gegen die WM-Zweiten aus Schweden war auch jene gegen Dänemark aus Sicht der Schweizerinnen vermeidbar. Vorentscheidend war ein Viererhaus zur 5:2-Führung der Däninnen im 5. End. In dieser Phase unterliefen dem Schweizer Back-End Ott/Ebnöther ungewöhnlich viele Fehlsteine.

swissinfo und Agenturen

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